2. Bundesliga:

Wie reagiert die SG 09 Kirchhof gegen TG Nürtingen auf desolate Vorstellung gegen Wuppertal?

Saisonverlängerung droht: Spielmacherin Mariel Beugels und die SG 09 Kirchhof wollen gegen Nürtingen eine Reaktion auf die desolate Vorstellung gegen Wuppertal zeigen. 
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Saisonverlängerung droht: Spielmacherin Mariel Beugels und die SG 09 Kirchhof wollen gegen Nürtingen eine Reaktion auf die desolate Vorstellung gegen Wuppertal zeigen. 

Jetzt müssen sie bei der SG 09 Kirchhof in zwei Richtungen denken: Zum einen, um im letzten Heimspiel der 2. Handball-Bundesliga gegen die TG Nürtingen bestehen zu können. Zum anderen bei der Trainingssteuerung bereits mit Fokus auf die nur noch theoretisch zu verhindernde Relegation, die im Juni anstehen würde.

Kirchhof – „Wir brauchen Sicherheit und müssen uns gegenseitig stärken“, betont SG-Coach Martin Denk, der schon die möglichen Gegner in der Relegation via Video unter die Lupe nimmt. Und unter allen Umständen verhindern möchte, dass sich Geschichte wiederholt. Die nämlich, dass der Gegner am Donnerstag (16 Uhr, Stadtsporthalle, Sportdeutschland.tv) in Melsungen den vorzeitigen Klassenerhalt feiert. So geschehen am vergangenen Samstag, als der TVB Wuppertal Kirchhof eine Lehrstunde in mentaler Stärker erteilte und die SG 09 beim 17:29-Debakel seine schlechteste (zweite) Halbzeit in einem Heimspiel in dieser Spielzeit bot.

Miese Bilanz in der Schlussphase der letzten Spiele

Ein blutleerer Auftritt, der unterstrich, dass Kirchhof in dieser Serie massive Probleme hat, auf (hohe) Rückstände zu reagieren. Und zu schnell auf und neben der Platte das weiße Handtuch hisst. Ein Beleg: In den vergangenen zehn Partien, aus denen der Drittletzte der Tabelle nur drei Punkte holte, hatte die SG 09 spätestens ab der 40. Minute fast nichts mehr entgegenzusetzen. Besonders mies: In fünf Spielen gelangen in den jeweils letzten zehn Minuten nur zwei oder drei Tore. Da wiegt es schwer, dass Kirchhof erneut nicht mit THC-Leihgabe Klara Schlegel und somit einfachen Tore aus dem Rückraum planen kann.

Nürtingen möchte bei Kirchhof Klassenerhalt feiern

Demgegenüber kehren mit Nina Fischer, Saskia Wagner und Nachwuchskraft Ronja Slawitsch drei Akteurinnen im Vergleich zum 25:37 der TGN in Harrislee ins Aufgebot von Trainer Simon Hablizel zurück. Rechtsaußen Fischer (88/12) und Rückraumspielerin Wagner (57/5), die in der kommenden Saison für Mainz 05 aufläuft, sind die treffsichersten Schützinnen Nürtingens, seitdem die Top-Talente Laeticia Quist und Katerina Pandza allein für ihren Stammverein TV Nellingen spielen.

Nach der Quarantäne im Frühjahr legte Nürtingen einen 5:3-Lauf hin, ehe es zuletzt drei Niederlagen in Serie setzte. Das bedingt noch drei Nachholspiele zwischen und nach den Vergleichen mit Kirchhof (das Rückspiel steigt am 22. Mai). Trainer Hablizel möchte trotz drei Zählern und 53 Toren Vorsprung auf die SG 09 nicht lange rechnen und erklärt: „Wir wollen das Abstiegsgespenst endlich weghaben. Deswegen versuchen wir in Kirchhof den entscheidenden Punkt zu holen.“

Mit Tuc, Foth und Dreizler drei starke Neuzugänge

Der B-Lizenz-Inhaber, seit Dezember Nachfolger der früheren Welthandballerin Ausra Fridrikas, müsste dann nicht mehr in zwei Richtungen denken. Zumal die TG bei den Planungen für die kommende Saison fast fertig ist. Mit Carolin Tuc, Kerstin Foth (beide TG Herrenberg) sowie U 19-Nationalspielerin Leonie Dreizler (Nellingen) stehen drei starke Neuzugänge fest. Ansonsten bleibt der Kader weitgehend zusammen. (Sebastian Schmidt)

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