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„Das gab es nicht oft“: Vipers gehen mit positivem Punktekonto in den verdienten Urlaub

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Von: Dirk Schäfer

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Ball im Netz, Bad Wildungerinnen freut‘s: Annika Ingenpaß und (hinten) Verena Oßwald bejubeln ein wichtiges Tor der Vipers beim knappen Sieg gegen Neckarsulm. Beide zählen zu den besten Torschützinnen in Team und Liga.
Ball im Netz, Bad Wildungerinnen freut‘s: Annika Ingenpaß und (hinten) Verena Oßwald bejubeln ein wichtiges Tor der Vipers beim knappen Sieg gegen Neckarsulm. Beide zählen zu den besten Torschützinnen in Team und Liga. © malafo

Das nennt man wohl schöne Ferien: Die Handball-Bundesliga macht wie immer im Herbst Pause. Und die Frauen der HSG Bad Wildungen gönnen sich ebenfalls eine Auszeit.

Eine Auszeit, in der sie nicht so viel nachzudenken haben, wie so häufig in der Vergangenheit. 6:4 Punkte nach fünf Spielen, im Pokal überzeugend in die dritte Runde eingezogen; ansehnliche Auftritte und ein schon gut zusammengewachsenes Team, das gegen die vermutlichen Abstiegskandidaten Zwickau und Waiblingen gewann und gegen die vermutlichen Top5-Teams Metzingen und Bietigheim verlor.

Das packende 32:30 vorigen Samstag gegen Neckarsulm machte den Start nach Maß perfekt – so gab es am Wochenende der Geburtstagskinder Julia Symanzik und Anika Hampel noch mehr Grund zum Anstoßen. In den vergangenen Spielzeiten sah das oft anders aus. Die Vipers wiesen zur Ligapause teils deutlich mehr Minuspunkte auf, nicht nur wegen schwerer Auftaktgegner; auch, weil Spielfluss und Selbstvertrauen noch nicht so gut waren wie im Herbst 2022.

Trainerin Tessa Bremmer kommt Zeitpunkt der Pause gelegen

„Das gab es nicht oft, dass wir mit positiver Punktausbeute dastehen. Wir gehen mit einem super Gefühl in die freie Zeit und genießen die Woche“, sagt Tessa Bremmer. Und die Trainerin der Vipers grüßt da bereits aus dem Urlaub. Urlaub, den sich auch die anderen verdient haben. Dass die Ligapause diesmal ein wenig früher ist als sonst, kommt dabei sicher nicht nur den Wildungerinnen entgegen. „Weil gleichzeitig auch Herbstferien sind, können alle im Team mal verdienten Urlaub machen“, erklärt Bremmer mit Blick auf Schülerinnen und Auszubildende im Kader.

Anfang kommender Woche sehen sich alle wieder – mit Ausnahme der einzigen Wildunger EM-Teilnehmerin Manuela Brütsch, die das Schweizer Tor hütet. Mit alle sind dann auch die gemeint, die man noch nicht so oft auf dem Parkett gesehen hat. Emma Ruwe beispielsweise und die erst am Samstag erstmals eingesetzte Maren Gajewski sollen weiter integriert werden, so Tessa Bremmers Plan.

Der Vipers-Fahrplan bis Jahresende

So., 27. November: HSG Blomberg-Lippe (A)
3./4. Dezember: DHB-Pokal Buxtehuder SV (A)
Sa., 10. Dezember: Thüringer HC (H)
So., 18. Dezember: TSV Bayer 04 Leverkusen (A)
Di., 27. Dezember: SV Union Halle-Neustadt (H)
Fr., 30. Dezember: Borussia Dortmund (A)

Die Trainerin hofft zudem, dass auch Anouk Nieuwenweg bis zum Ende der Trainingsphase wieder voll mitwirken kann. Es sind – neben der aushelfenden Co-Trainerin Sabine Heusdens (vier Einsätze) – die drei einzigen Spielerinnen, die nicht in allen fünf Ligaspielen im Einsatz waren.

„Die jetzt folgende Vorbereitung ist etwas anders als sonst, weil in der Saison noch nicht lange gespielt ist“, erklärt Bremmer. Sie liebäugelt nicht mit besonderen Trainingsinhalten, möchte den gewohnten Rhythmus aufrechterhalten, „weil wir damit bisher gut gefahren sind“. Als Praxistest sind ein Spiel in Bensheim geplant und ein Testspiel in eigener Halle, für das Gegner und Termin noch offen sind. „Und dann“, sagt Bremmer mit Blick auf den 27. November, „wollen wir wieder genauso durchstarten wie wir angefangen haben.

Jana Scheib beste Liga-Torschützin aus dem Feld

In den Statistiken spiegelt sich die gute Frühform der Bad Wildunger Frauen ebenfalls wider. Lässt man die Siebenmeter weg, ist Vipers-Rückraumspielerin Jana Scheib nach ihren zwölf Treffern gegen Neckarsulm die beste Werferin der Bundesliga, in fünf Partien kommt sie auf 32 Feldtore. Alles zusammen ist die 22-Jährige mit 34 Treffern viertbeste Ligaschützin. Die Top drei bilden Alina Grijseels (Dortmund, 41 Tore/23 Feldtore), Dagmara Nocun (Metzingen, 41/31) und Toni-Luisa Reinemann (Oldenburg, 31/21). Viper Annika Ingenpaß (39/23) belegt Rang fünf.

Manuela Brütsch rettet Bad Wildungen immer wieder Punkte. Mit bisher 35 Paraden (7 im Schnitt) ist sie rein statistisch Zehnte, allerdings bekommt auch die zweite Vipers-Torfrau Larissa Schutrups (21 Paraden) viel Einsatzzeit. Beste Keeperin derzeit ist Yara ten Holte (Dortmund) mit 55 Paraden.  (schä)

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