Handballregion Südniedersachsen

Minikader der JSG Münden/V. feiert Sieg auf Sieg

Beste Mündener Werferin: Kim Jette Rolf.
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Auch gegen Rhumetal beste Mündener Werferin: Kim Jette Rolf war auf der rechten Rückraumposition kaum zu stoppen.

In der Handball-Regionsoberliga Südniedersachsen dürfte bereits jetzt der kommende Meister so gut wie feststehen. Überschwängliche Freude kommt in Hann. Münden deshalb aber nicht auf.

Hann. Münden – Der Jubel fiel recht sparsam aus. Klar, die weibliche Handball-A-Jugend der JSG Münden/Volkmarshausen hatte am Sonntagnachmittag gerade das Spitzenspiel der Regionsoberliga gegen die HSG Rhumetal mit 40:26 (17:9) gewonnen, aber ähnlich ist es seit Saisonbeginn ja jede Woche. Die JSG ist in der untersten Spielklasse unterfordert, stand im Sommer aber vor einem kaum zu lösenden Problem: Für die angestrebte Landesliga fehlte eine adäquate Zahl an Spielerinnen. Ein Problem, das gerade in Corona-Zeiten viele Vereine aufweisen. Bei der JSG waren zudem mehrere Spielerinnen in den Frauenbereich gewechselt. Immerhin wurde von einer Abmeldung des gesamten Teams abgesehen. Mit sieben Feldspielerinnen, darunter Kim Jette Rolf, die von der aufgelösten Geismarer Jugend kam, traute man sich aber nur die Regionsoberliga zu. Dort zieht die Mannschaft trotz fehlender Wechselmöglichkeiten seit September gnadenlos durch: Sechsmal wurde gewonnen; am höchsten gegen Stöckheim (50:21).

Trainerin Marion Rost kommentiert die Leistungen nüchtern. Die frühere Oberliga-Spielerin sagt zum Saisonziel: „Natürlich wollen wir die Spiele gewinnen, aber in erster Linie wollen wir verletzungsfrei bleiben, um die Saison komplett absolvieren zu können. Ich weiß auch gar nicht, ob sich die Mädels über den Gewinn dieser Meisterschaft richtig freuen würden.“ Die bisherigen Ansprüche lagen halt um einiges höher bei der JSG.

Trainergespann: Marion Rost und Marvin Ilse haben immer noch etwas zu verbessern.

Absolut überlegen agierte das Team von Rost und Marvin Ilse, die mittlerweile ohne gelernte Torhüterin auskommen müssen, in den bisherigen Partien. Unter 30 Treffern ist noch kein Gegner davongekommen. So ist auch verständlich, dass die Spielerinnen das Resultat gegen Rhumetal eher gelassen zur Kenntnis nehmen als Luftsprünge zu vollführen. Die zuvor ebenfalls ungeschlagenen Gäste stellten zwar den bislang besten Kontrahenten, bei dem ebenfalls einige Spielerinnen in dieser Liga nichts verloren haben (besonders Torhüterin Merle Otto überzeugte), doch letztlich kamen die Gäste mit der 3-2-1-Deckung der JSG nicht zurecht, die diese schon seit der C-Jugend spielt. Damals mischte das Mündener Team die Konkurrenz höherklassig auf und erreichte unter Marion Rost sogar die Oberliga.

Auf dieser Spielebene ist die beste Werferin vom Sonntag, Kim Jette Rolf, parallel zu den Mündener Jugendspielen schon für ihren Stammverein MTV Geismar aufgelaufen. Solche Doppel-Einsätze entsprechen auch dem Konzept der JSG. Denn in der Regionsoberliga der A-Jugend können sich die starken Spielerinnen kaum weiter entwickeln. Und so ergänzen sie auch die Frauenteams des SV Schedetal/Volkmarshausen. Nur so wird für den designierten Jugend-Regionsmeister das letzte Jahr im Nachwuchsbereich kein verlorenes.

JSG gegen Rhumetal: Küllmer – Rolf 18, Urbschat 10/3, Frankfurth 9, Kretschmann 2, Nordhausen 1, Gubanov, Weide. (Manuel Brandenstein)

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