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Zweite beim Domstadt-Cup: Vipers erst im Siebenmeterwerfen besiegt

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Von: Dirk Schäfer

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Gut zugepackt in alle Spielen hat die Abwehr der HSG Bad Wildungen. Die Vipers kassierten in den Gruppenspielen nicht mehr als 17 Gegentreffer. Hier versuchen (von links) Lisa-Marie Merck, Anouk Nieuwenweg und Jolina Huhnstock ihre frühere Mitspielerin Maxi Mühlner vom Buxtehuder SV am Torwurf zu hindern. Mit der Nr. 25 Sinah Hagen.
Gut zugepackt in alle Spielen hat die Abwehr der HSG Bad Wildungen. Die Vipers kassierten in den Gruppenspielen nicht mehr als 17 Gegentreffer. Hier versuchen (von links) Lisa-Marie Merck, Anouk Nieuwenweg und Jolina Huhnstock ihre frühere Mitspielerin Maxi Mühlner vom Buxtehuder SV am Torwurf zu hindern. Mit der Nr. 25 Sinah Hagen. © malafo

Ach, wenn doch schon Bundesliga wär... Dann hätte die HSG Bad Wildungen Big Points gegen Blomberg-Lippe, Buxtehude und diesmal auch gegen Leverkusen geholt.

Aber es war „nur“ eine Vorbereitungswoche, die gestern zu Ende ging. Auf das 30:25 vom Mittwoch im Test gegen Blomberg folgte beim Domstadt-Cup am Wochenende erneut ein überzeugender Auftritt der Vipers.

Beim Turnier von Germania Fritzlar konnten sich die Kurstädterinnen aber auch etwas kaufen für ihre Erfolge gegen die Konkurrenz aus der Handball-Bundesliga: den zweiten Platz und die Gewissheit, dass Vieles schon gut klappt. „Wir sind in einem Flow“, freute sich HSG-Trainerin Tessa Bremmer nach dem Turnier, das die Vipers im Grunde ungeschlagen beendeten. Die Niederlage im Endspiel kam erst im Siebenmeterwerfen zustande.

Das Finale: Vipers geben Vier-Tore-Führung aus der Hand

Bensheim/Auerbach – Bad Wildungen 26:25 (23:23/11:13). In Sachen gelungene Angriffe und zu leichte Fehler nahmen sich beide über die gesamten zweimal 20 Minuten nicht viel. Vor allem deshalb war es fast durchweg eine Partie, in der unentschieden oder „eins vor“ stand. Nur in der Phase kurz vor der Pause roch es stärker nach einem Wildunger Sieg. Nach dem 6:6 (11.) führten die Vipers plötzlich mit 10:6 bzw. 11:7 (16.). Die Südhessinnen, die sich in ihrer Gruppe unter anderem gegen Halle-Neustadt und Neckarsulm durchsetzten, verkürzten aber auf 11:13.

In der zweiten Halbzeit traf Annika Hampel zweimal per Siebenmeter zum 14:11 und 15:12, doch in den folgenden sieben Minuten gelang den Vipers nur ein weiterer Treffer. So war eine spannende Schlussphase vorprogrammiert, nachdem Bensheim zum 17:17 ins leere Tor getroffen hatte.

So liefen die Gruppenspiele der Vipers

Zwei Matches standen am Samstag für Bad Wildungen auf dem Spielplan. Gleich das erste war das womöglich schwerste Kräftemessen, doch der Bundesligadritte Buxtehuder SV erwies sich als knackbare Nuss. 22:17 gewannen die Vipers gegen den Titelverteidiger, der auch gegen Leverkusen verlor und insgesamt auf Platz fünf etwas enttäuschte. Am Nachmittag gab es für die Vipers gegen Bayer Leverkusen mit 24:17 ein unerwartet hohes Ergebnis. 14 tage zuvor beim Horn-Gedächtnis-Turnier der SG Kirchhof hatte es noch eine relativ klare Niederlage gegen die Werkselfen gegeben. Das Gruppenspiel am Sonntagvormittag gegen den TuS Lintfort verlief knapper als gedacht, bot aber auch noch mehr Spielraum für Wechsel und taktisches Ausprobieren. 21:17 hatte Wildungen aber die Nase vorn. (schä)

Bis zum Ende brachte Bad Wildungen eine jeweils knapp Führung nicht ins Ziel und konnte sich bei der zur Pause eingewechselten Larissa Schutrups (drei wichtige Paraden) und der gegen Ende der Partie zurückkehrenden Manuela Brütsch (zwei Paraden in den beiden letzten Minuten) bedanken, dass es zumindest noch für einen spannenden Abschluss des Turniers reichte: Shootout von der Siebenmeterlinie.

Nachdem die dritte Schützin Annika Hampel für die Vipers gescheitert war, traf die mit zwölf Endspieltoren super aufspielende Lisa Friedberger im Anschluss auch den vierten Siebenmeter für Bensheim und die Südhessinnen durften jubeln – 26:25.

Das Fazit der Vipers: Daumen hoch für Abwehr und Tempo

Für die HSG Bad Wildungen endete das Turnier mit Pech, aber ohne einen Grund, mit irgendetwas zu hadern. Und die im Finale kaum in den Griff zu kriegende Kreisläuferin Annika Ingenpaß (fünf Treffer), gerade 26 geworden, wurde zur besten Turnierspielerin gewählt.

„Die Spiele haben viel Kraft gekostet“, sagte Tessa Bremmer. Zufrieden zeigte sich die Vipers-Trainerin mit der guten Abwehrleistung und dem hohen Tempo im Spiel ihres Teams. Bremmer konnte auf die zuvor pausierende Jolina Huhnstock udn die im Finale mit vier wichtigen Toren ihre Stärken zeigende Anouk Nieuwenweg wieder zurückgreifen, wurde aber auch von Co-Trainerin Sabine Heusdens wieder auf dem Feld unterstützt. Drittes Comeback, „Und auch ihr letztes“, schmunzelte Heusdens.

Neben den Fotoshootings für die neue Saison zu Wochenbeginn steht die Trainingsarbeit für acht, neun Tage im Vordergrund, ehe Bad Wildungen am 24. August bei der HSG Blomberg wieder testet. (Dirk Schäfer/Kornelia Wilhelm)

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