"Wegweisend für deutschen Handball"

Handball-WM: HBL-Spitze fordert Viertelfinale

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Die deutschen Handballer von Trainer Dagur Sigurdsson (r.) starten am Freitag gegen Polen in die WM.

Die Spitze der Handball-Bundesliga (HBL) hat den Druck auf die deutsche Nationalmannschaft unmittelbar vor deren WM-Auftakt erhöht und das Erreichen des Viertelfinales gefordert.

„Das Ergebnis dieser Weltmeisterschaft wird wegweisend für den deutschen Handball sein“, sagte HBL-Präsident Uwe Schwenker  vor dem Turnierstart des DHB-Teams am Freitag (17 Uhr/Sky) gegen Polen: „Deswegen ist es an der Zeit, dass sich unser Nationalteam mit einer guten Platzierung zurückmeldet. Darunter verstehe ich, dass in Katar das Viertelfinale erreicht wird.“

Diese Platzierung wäre deswegen so wichtig, da die Mannschaften, die bei der WM am Ende auf den Plätzen zwei bis sieben landen, in die drei Olympia-Qualifikationsturniere im Frühjahr 2016 einziehen. „Die Vorbereitung hat gezeigt, dass wir die Chance haben, dieses Ziel zu erreichen“, sagte Schwenker. Ein gutes Ergebnis wäre ein Teilerfolg „unserer Roadmap. Diese ist darauf ausgerichtet, dass unsere Nationalmannschaft in vier bis fünf Jahren wieder zur Weltspitze zählt und realistische Chancen hat, Medaillen bei großen Turnieren zu gewinnen.“

HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann erwartet angesichts der bevorstehenden Frauen-WM 2017 und Männer-WM 2019 in Deutschland eine „steigende Aufmerksamkeit für unseren Sport. Dazu muss das Nationalteam in Katar ab Freitag einen Beitrag leisten.“

Die Bundesliga-Klubs würden dies durch eine spannende Meisterschaft, durch kontinuierliche Titelgewinne auf internationaler Ebene und durch intensive Nachwuchsförderung bereits tun. Auf das Erreichen des Viertelfinals „könnten wir weiter aufbauen. Immerhin haben wir in den kommenden Jahren die Chance und das Ziel, die Lokomotive Handball so richtig auf Fahrt zu bringen“, sagte Bohmann.

Neben Polen trifft Deutschland in der Vorrundengruppe D auf Russland (18. Januar), Vize-Weltmeister Dänemark (20. Januar), Argentinien (22. Januar) und Saudi-Arabien (24. Januar). Die ersten vier Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für das Achtelfinale. Die Runde der letzten 16 ist das erklärte Minimalziel beim Deutschen Handballbund (DHB).

sid

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