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Handball-WM: Erfolgreicher Start mit Traumtor - Torwart Andreas Wolff verletzt raus

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Von: Björn Mahr

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Jubel über ein Traumtor: Lukas Mertens (rechts) nimmt die Glückwünsche von Patrick Groetzki entgegen.
Jubel über ein Traumtor: Lukas Mertens (rechts) nimmt die Glückwünsche von Patrick Groetzki entgegen. © JANEK Skarzynski/afp

Schnellcheck: Die deutschen Handballer haben zum Auftakt der WM gegen Katar 31:27 gewonnen. Allerdings; Der starke Andreas Wolff schied verletzt raus

Der Januar ist der Monat für schwere Prüfungen. Nein, es geht an dieser Stelle nicht um den Start des Dschungelcamps, sondern um die Handball-WM. Für die deutsche Nationalmannschaft ging es mit der schwierigen Aufgabe gegen Katar los. Ob der Auftakt der DHB-Auswahl gelang, verrät unser Schnellcheck:

Hat es mit dem ersten Sieg in der WM-Historie gegen Katar geklappt?

Ja. Nach den bitteren Niederlagen bei den Weltmeisterschafts-Turnieren 2015 und 2017 setzte sich das deutsche Team nun zum Auftakt mit 31:27 (18:13) durch.

Wer erzielte das erste deutsche Tor bei dieser WM?

Kai Häfner von der MT Melsungen nutzte nach Pass von Julian Köster den Raum. um zum 1:1 zu treffen. Auch am 2:2 war Häfner beteiligt, weil er Torschütze Johannes Golla herrlich in Szene setzte. Es passte zum Spiel der DHB-Auswahl, die sofort auf Betriebstemperatur war. Nach weiteren Treffern von Kapitän Golla, Juri Knorr, Patrick Groetzki und Häfner stand es in der achten Minute bereits 6:2. In der Anfangsphase waren praktisch keine Schwächen beim Favoriten auszumachen. Zumal Torwart Andreas Wolff hinter einer stabilen Abwehr ein großartiger Rückhalt war. Bis auf 11:5 zog Deutschland davon (12.).

Das roch nach einer frühen Vorentscheidung. Wie lief es bis zur Pause?

Nicht so eindeutig wie zu Beginn. Die Katarer stellten sich zunehmend besser auf den deutschen Angriff ein. Zudem nutzte das DHB-Team längst nicht mehr jede sich bietende Chance. In der 23. Minute betrug der Vorsprung lediglich noch zwei Tore (14:12). Noch vor dem Wechsel beendete das deutsche Team vor 3500 Zuschauern in Kattowitz aber die Schwächephase, „Ein Super-Start für uns“, stellte DHB-Sportvorstand Axel Kromer nach der ersten Halbzeit fest.

Blieb es spannend?

Aber hallo! Der Außenseiter kämpfte verbissen um jede Möglichkeit. Selbst noch, als sein bester Schütze Rafael Capote verletzt ausschied. Der eingewechselte katarische Schlussmann Anadin Suljakovic von der HSG Wetzlar wehrte einige wichtige Würfe ab. So lag Deutschland in Minute 51 lediglich mit 26:25 vorn. Aus dieser kniffligen Situation befreite sich die DHB-Auswahl aber mit Toren von Philipp Weber, Jannik Kohlbacher und Knorr (55.). Der Rest war Formsache.

Was war der Höhepunkt im Spiel?

Das letzte Tor in Durchgang eins. Obwohl nur noch wenige Sekunden zu gehen waren, brachte das deutsche Team den Ball noch einmal schnell nach vorn. Den weiten Pass von Simon Ernst nutzte Lukas Mertens mit einem trockenen Not-Wurf zum 18:13-Pausenstand.

Welche Akteure im deutschen Team verdienten sich ein Sonderlob?

Andi Wolff zeigte schon zum Auftakt in seiner polnischen Wahl-Heimat seine Klasse. Bitter nur: Kurz vor Ende musste er wegen einer Wadenverletzung raus und humpelte sofort in die Kabine. Erfreulich war auch der Auftritt des zuletzt angeschlagenen Rückraum-Rechten Kai Häfner, der viel Verantwortung übernahm. Zum Mann des Spiels wurde durchaus nachvollziehbar der achtfache Torschütze Juri Knorr gekürt.

Wann muss das Team von Bundestrainer Gislason nun wieder ran?

Morgen ab 18 Uhr (ARD) geht es gegen die hoch eingeschätzten Serben. Dann wartet die erste ganz schwere Prüfung. Da geht es um wichtige Punkte – eine andere Belohnung als wo? Genau, als im Dschungelcamp.

Wie war die Übertragung im TV?

Beim ZDF war Ex-Nationalspieler Markus Baur als Co-Kommentator im Einsatz. Er sprach von einem „typischen Eröffnungsspiel“. Man habe gewonnen, und das ist das, was zähle. So sehen es auch gern die Teilnehmer des Dschungelcamps. (Björn Mahr)

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