Ein Kommentar

Die Probleme im Deutschen Handballbund: Es fällt schwer, Worte zu finden

+
Handballnationalspieler Finn Lemke

Die Abläufe um die Nachnominierung des Melsunger Abwehrstrategen Finn Lemke decken weitere Probleme im Deutschen Handballbund auf. Unser Kommentator fordert personelle Veränderungen. 

Das Bild, das die deutschen Handballer, Bundestrainer Christian Prokop und die DHB-Führungsriege um Vizepräsident Bob Hanning bei der EM (ein Fazit) abgegeben haben, war irgendetwas zwischen ernüchternd, erschütternd und erschreckend. Jetzt, da bekannt wird, unter welchen Umständen die Nachnominierung von Finn Lemke genau abgelaufen ist, fällt es zunehmend schwerer, noch irgendwelche Worte zu finden.

Es lässt einen fassungslos zurück, wie der Verband bei der Rückhol-Aktion mit Lemke umgegangen ist. Es zeugt von Respektlosigkeit, wenn ein verdienter Nationalspieler selbst zusehen muss, wie er seine Anreise aus Fuerteventura nach Kroatien organisiert.

Vor allem aber wird deutlich, dass der Deutsche Handballbund nicht nur ein Trainerproblem hat, sondern auch strukturelle Probleme an der Verbandsspitze. Es wird nicht mit einer Stimme gesprochen. Beim Fußball wäre es undenkbar, dass Bundestrainer Joachim Löw eine wichtige Personalentscheidung trifft und Teammanager Oliver Bierhoff und DFB-Boss Reinhard Grindel nicht vorab informiert.

Wenn der DHB nun eine harte Analyse vornimmt, dann kann es nur ein Ergebnis geben: So wie bisher darf es nicht weitergehen. Es braucht personelle Veränderungen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.