Kohlbacher erfolgreichster Schütze

Deutsches Handballteam im Torrausch - 35:14 gegen Chile

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Unwiderstehlich: Der deutsche Kreisläufer Jannik Kohlbacher (links) überwindet ein weiteres Mal Chiles Torhüter Rene Oliva. Insgesamt warf er acht Treffer.

Zweites WM-Spiel, zweiter Erfolg: Die deutschen Handballer haben zwei Tage nach dem 27:23 gegen Ungarn einen Kantersieg gefeiert. Gegen Chile setzte sich der Europameister mit 35:14 (17:6) durch und unterstrich seine Anwartschaft auf den ersten Platz in der Gruppe C. Am Dienstag geht es ab 17.45 Uhr gegen Saudi-Arabien.

Unser Schnellcheck zum Auftritt des DHB-Teams gegen Chile:

Gab es eine Umstellung in der deutschen Startformation?

Eine? Es ist leichter zu sagen, wer diesmal wieder von Beginn an ran durfte, als alle Veränderungen aufzulisten. Bundestrainer Dagur Sigurdsson hatte im Vergleich zum Auftaktsieg über Ungarn lediglich noch Kai Häfner und Patrick Wiencek dabei. Zudem gab Finn Lemke erneut den Stabilisator im Deckungszentrum. Ihren Turniereinstand gaben Torwart Andreas Wolff und Rechtsaußen Tobias Reichmann.

Wie war das erste Duell gegen Chile bei einer WM?

Wie erwartet: einseitig. Das 0:0 war der einzige Gleichstand, den die Südamerikaner im Verlauf der 60 Minuten vorzuweisen hatten. Aus einem 3:2 machte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) durch Treffer von Julius Kühn, Wiencek, Häfner und Rune Dahmke eine 7:2-Führung (13.). Ärgerlich aus Sicht des Europameisters nur: Paul Drux knickte in der 23. Minute unglücklich um und konnte nicht mehr weiterspielen.

Der Vorsprung hätte sogar noch höher ausfallen können. Allerdings wehrte Chiles Torwart Rene Oliva noch einige Bälle gekonnt ab - er war der beste Spieler beim Außenseiter. Dennoch erhöhten Uwe Gensheimer, der am Sonntagnachmittag nur die Siebenmeter warf, Reichmann und Dahmke auf 15:4 (27.).

An diesem Bild änderte sich auch im zweiten Abschnitt nichts. Es war ein besseres Trainingsspiel. Wolff entschärfte einige Würfe spektakulär, und seine Vorderleute warfen fleißig Tore. In der 36. Minute hieß es bereits 21:8 - Kohlbacher war erfolgreich. Der Wetzlarer markierte überlegt beispielsweise auch das 30:12 (55.).

War das Ergebnis denn gerecht?

Ja. Selbst die Höhe dieser Niederlage schmeichelte den Chilenen noch.

Wer war der Mann des Spiels?

Es taten sich einige hervor. Da die Südamerikaner teilweise mit einer 3:3-Abwehr operierten, hatten die deutschen Kreisläufer mehr Freiräume als in vielen anderen Begegnungen. Und speziell Jannik Kohlbacher zeigte eindrucksvoll seine Klasse: Ihm gelangen acht Treffer. Damit glückte ihm noch ein Tor mehr als Konterspezialist Dahmke (7).

Wie war die Übertragung im Internet?

Anders als am Freitag, als in der ersten Hälfte zwischenzeitlich die Bildschirme schwarz blieben, wurde es diesmal nur kurzzeitig dunkel - und zwar nur für die körperlich klar unterlegenen chilenischen Aufbauspieler, als diese versuchten, sich der deutschen Deckung um den 2,10 m großen Lemke zu nähern. Da Interviews nicht bei diesem Livestream angeboten werden, lebte die Übertragung von den Kommentaren des Reporters Markus Götz. Dieser stellte etwa mit Blick auf einige Paraden der deutschen Nummer eins fest: „Er hat schon wieder seine EM-Ausstrahlung, der böse Wolff.“

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