Final Four startet

Drei deutsche Teams beim EHF-Pokal: Magdeburg startet als Favorit

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Magdeburgs Trainer: Bennet Wiegert.

Kassel. An diesem Wochenende wird der erste Europapokalsieger in der Handball-Saison 2017/18 ermittelt. In der Getec-Arena in Magdeburg geht es um den EHF-Pokal. Fragen und Antworten zum Final Four.

Wer sind die vier Teilnehmer?

Neben dem gastgebenden SC Magdeburg sind noch zwei weitere Bundesligisten qualifiziert: Füchse Berlin und Frisch Auf Göppingen. Hinzu kommt der französische Vertreter St. Raphal Var HB. Kurios: Exakt dieses Quartett war auch beim Final-Turnier vor einem Jahr in Göppingen beteiligt. Damals behaupteten sich die Schwaben im Finale gegen Berlin.

Wer ist der heißeste Anwärter auf den Titel?

Da der Heimvorteil im Handball ein nicht zu unterschätzender Faktor ist, rechnen sich die Magdeburger von Coach Bennet Wiegert einiges aus. Allerdings ist den Berlinern um Nationaltorwart Silvio Heinevetter einziges zuzutrauen. St. Raphael möchte als erste Mannschaft aus Frankreich überhaupt den EHF-Pokal an die Cote d’Azur holen und damit die Klasse französischer Teams unter Beweis stellen. Beim Final Four der Champions League in Köln Ende Mai kommen drei von vier Teilnehmer aus der Ligue 1.

Wie sind die Aussichten der Göppinger?

Göppinger Angreifer: Jens Schöngarth.

„Wir haben viele verletzte Spieler und sind eher Außenseiter“, sagt FAG-Angreifer Jens Schöngarth. Mut macht dem früheren Melsunger die Tatsache, dass er und sein Team seit mehr als 20 Partien in diesem Wettbewerb ungeschlagen sind. „Letztes Jahr hatte uns auch keiner auf der Rechnung. Wir werden wieder alles reinwerfen“, betont Schöngarth. Der Ex-Magdeburger würde gern an alter Wirkungsstätte auflaufen, droht aber wegen eines Bänderrisses auszufallen. Ein Knöchel sei immer noch geschwollen.

Welche Auswirkungen hat das Final Four für die Zahl der deutschen Europapokal-Starter in der nächsten Saison?

Sollten sich die Magdeburger oder die Berliner den Titel schnappen und auch in der Bundesliga einen Platz fürs internationales Geschäft belegen, bekäme der deutsche Verband einen zusätzlichen Startplatz: Neben den beiden erstplatzierten Teams, die in der Champions League starten dürfen, könnten vier Mannschaften im EHF-Cup mitmischen.

Wann finden die Partien statt?

Am Samstag ab 14.15 Uhr trifft Magdeburg auf St. Raphael. Um 17 Uhr beginnt in der Getec-Arena die Begegnung zwischen dem Pokal-Verteidiger aus Göppingen und den Füchsen aus Berlin. Spiel um Platz drei (12.45 Uhr) und Finale (15.15 Uhr) sind für den Sonntag vorgesehen.

Werden die Spiele live im Fernsehen gezeigt?

Teilweise. Der MDR überträgt in seinem dritten Programm das Halbfinale des SCM. Sollten die Hausherren das Endspiel erreichen, berichtet der MDR am Sonntag ebenfalls live. Das zweite Halbfinale am Samstag gibt es zumindest im Livestream des RBB zu sehen.

Das Halbfinale und Finale im EHF-Pokal in der Übersicht

Spiel um Platz 3:

Finale:

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