Fernseh- und Vermarktungsvertrag

EHF erlöst über 500 Millionen Euro in zehn Jahren Rekordvertrag

Köln. Die Europäische Handball Föderation EHF hat am Rande des Champions-League-Finalturniers in Köln den größten Fernseh- und Vermarktungsvertrag in der Handballgeschichte unterzeichnet.

Der Zehn-Jahres-Kontrakt mit den internationalen Agenturen Infront und Perform garantiert der EHF von 2020 bis 2030 Einnahmen von mindestens 500 Millionen Euro und bis zu 600 Millionen Euro. Der Vertrag umfasst die Fernseh- und Vermarktungsrechte für alle EHF-Wettbewerbe wie Europameisterschaften, Champions League, Europapokalwettbewerbe, Beachhandball und Nachwuchs-Europameisterschaften.

"Diese Vereinbarung ist ein Riesenschritt für die Entwicklung des europäischen Handballs, denn es geht nicht nur um das Geld, dass die EHF natürlich anteilig an Klubs und Nationalverbände weiterleitet, sondern auch um ganz neue Plattformen, auf denen Handball künftig gezeigt werden wird", sagte EHF-Präsident Michael Wiederer.

Der Unterzeichnung war ein zwölfmonatiges Vergabeverfahren vorausgegangen. Infront ist bereits seit über 20 Jahren der Fernsehrechtepartner für Europameisterschaften, die Perform Group ist in Deutschland bekannt durch das Livestreamportal DAZN und vermarktet zudem die US-Basketballliga NBA, den Basketball-Weltverband FIBA oder die amerikanische Football-Liga NFL. Mit dem Perform-Einstieg sollen vor allem neue digitale Plattformen erschlossen werden.

Die Männer-Europameisterschaften werden ab 2020 mit 24 statt wie bisher 16 Mannschaften ausgetragen. Auch in der Champions League wird es ab 2020 einen neuen Modus geben. Dann werden nur noch 16 Mannschaften in der Königsklasse antreten, darunter wird eine neue Europaliga mit 24 Teams den bisherigen EHF-Pokal ersetzen. (dpa)

Rubriklistenbild: © Ronald Wittek/dpa

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