Verbal-Duell der Sportarten

„So etwas macht man nicht“ - Handball-Chef attackiert Uli Hoeneß

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Handball-Bundesliga-Chef Frank Bohmann gibt Uli Hoeneß contra: „So etwas macht man nicht“

Welche Sportart spielt in Deutschland die zweite Geige? FC Bayern-Boss Uli Hoeneß hat da eine klare Meinung! Handball-Bundesliga-Chef Frank Bohmann schaltet sich ein und findet klare Worte.

München - Dass in Deutschland einige Team-Sportarten in der Zuschauer-Gunst um den zweiten Platz nach König Fußball kämpfen, ist hinlänglich bekannt. Nachdem Uli Hoeneß gegenüber der Süddeutschen Zeitung ziemlich klare Worte fand, geht es nun auch verbal zur Sache. Frank Bohmann, Chef der Handball-Bundesliga, reagiert mit Unverständnis auf die in seinen Augen despektierlichen Äußerungen des FC Bayern-Präsidenten über den Handball-Sport. 

"Der FC Bayern hat ja im Fußball den Anspruch, zu den Top 5 oder Top 10 der Welt zu gehören. Im Basketball werden sie diesem Anspruch nicht mal ansatzweise gerecht, da hat der FC Bayern die Bedeutung wie Maribor im Fußball", sagt Bohmann gegenüber der Sport Bild. Besonders das Zitat „In fast keinem Land spielt Handball eine Rolle, außer in Deutschland" in Verbindung mit der Feststellung, dass der Handball als Sportart für einen Klub wie den FC Bayern nicht interessant sei, bringt Bohmann auf die Palme: "Es gehört sich nicht, dass Uli Hoeneß mit diesen Aussagen unsere gute Arbeit diskreditiert. So etwas macht man nicht", sagte der 53-jährige Vorsitzende der HBL.

Hoeneß: „Sticheleien gehören dazu, das ist mir sogar viel zu selten“

Im Gegensatz zu Hoeneß ist Bohmann schon der Meinung, dass sich ein Engagement des FC Bayern auch im Handball lohnen würde. Der Geschäftsführer von Deutschlands Eliteklasse sagt: "Mit dem Geld, das die Bayern in ihre Basketball-Abteilung gesteckt haben, hätten sie im Handball schon die Champions League gewinnen können."

Mit den FCB Baskets stellt der FC Bayern mittlerweile auch einen deutschen Basketball-Spitzenklub.

Allzu persönlich sollte Bohmann die Einschätzung von Hoeneß nicht nehmen: Schließlich betonte das FCB-Urgestein kürzlich in einem Interview mit dem Münchner Merkur: „Sticheleien gehören dazu. Das ist mir sogar viel zu selten, deswegen ist der Basketball nicht im Gespräch. Bis jetzt wird nur über den Sport geschrieben.“ Für den Handball selbst fand Hoeneß im SZ-Interview auch positive Worte, als er über das Sportangebot der öffentlich-rechtlichen TV-Sender sagte: „Jetzt, wo sie immer mehr Fußball-Rechte verlieren, könnte es eine Chance sein, andere Sportarten wie Basketball, aber auch Handball, vielleicht Eishockey nach oben zu führen.“

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