Melsunger bauen auf Mikkelsen und Birkefeldt

Füchse Berlin setzen im Topspiel auf Dänen-Trio - Liveticker

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Starker Füchse-Außen: Hans Lindberg.

Füchse Berlin gegen MT Melsungen - ein Handballspiel mit großen Namen auf beiden Seiten. Eigentlich. Denn beide Teams sind vom Verletzungspech betroffen. Nun sollen es Dänen richten.

Die Füchse Berlin und die MT Melsungen haben namhafte deutsche Handballer in ihren Bundesliga-Kadern. Allein beim Blick in den jeweiligen Rückraum bekommen die Fans glänzende Augen: Julius Kühn und Michael Müller sind die etatmäßigen Halben der MT, Paul Drux und Fabian Wiede die der Füchse – eigentlich. Denn beide Mannschaften sind vom Verletzungspech gebeutelt – die Berliner noch mehr als die Melsunger, wie HNA.de* berichtet. 

Zehn Profis fallen bei den Hauptstädtern zurzeit aus. Äußerst fraglich, ob sich das Lazarett der Füchse bis zum Handball-Topspiel am Donnerstag ab 19 Uhr (Max-Schmeling-Halle) gegen die MT lichten wird.

Füchse Berlin und Melsungen mit "Danish Dynamite"

Doch in der größten Not sind die beiden Teams noch enger zusammengerückt und treffen als ambitionierte Tabellennachbarn aufeinander. Dass sie nun wieder nach oben schauen können, verdanken sie auch dem „Danish Dynamite“ in ihren jeweiligen Rumpfmannschaften. Wir blicken zunächst auf den Gast aus Nordhessen.

MT Melsungen: Mikkelsen und Birkefeldt

Nach den jüngsten Erfolgen in Hannover und gegen Ludwigshafen macht es Sinn, von einer dänischen Achse im Team der Melsunger zu sprechen. Spielmacher Lasse Mikkelsen und Simon Birkefeldt sind zwei belebende Elemente im Positionsangriff der MT.

„Grundsätzlich ist es egal, wer neben dir spielt“, erklärt Mikkelsen, „aber es ist natürlich ein kleiner Vorteil, wenn dein Nebenmann dieselbe handballerische Ausbildung genossen hat.“ Im Fall der beiden Dänen im MT-Kader bedeutet dies, dass sie mit einer schnellen Spielweise aufgewachsen sind. Zudem, fügt Mikkelsen hinzu, „wird in Dänemark besonders viel Wert darauf gelegt, das Spiel breit zu machen und die Außen einzubinden.“

Spielmacher bei der MT Melsungen: Lasse Mikkelsen

Gegen Ludwigshafen warf Mikkelsen zehn Treffer (davon fünf Siebenmeter), Birkefeldt kam zuvor bei den Niedersachsen auf sieben Erfolge. Damit schafften sie es in der Handball-Bundesliga in die Mannschaft der Woche. „Ich hatte im Sommer gedacht, dass es mir in der Bundesliga in der Defensive leichter fallen würde als in der Offensive“, sagt Birkefeldt, „nun ist es andersrum. Ich brauche noch ein paar Spiele, um einen besseren Rhythmus zu finden.“ 

Dabei hilft dem 27-Jährigen sein drei Jahre älterer Landsmann Mikkelsen, der ihm auf dem Feld ein paar Tipps gibt. „Die kommen aber auf Dänisch, das geht zurzeit noch schneller“, sagt Birkefeldt schmunzelnd. Mikkelsen betrachtet dies als durchaus zweckmäßig: „Wenn mal etwas nicht gut funktioniert, dann ist dies einfacher.“

Handball live: Füchse Berlin vs. MT Melsungen

Die HNA* berichtet über das Spiel per Liveticker am Donnerstag ab 18.50 Uhr

Der 13. Spieltag auf Sky: 

  • Sky Donnerstags-Konferenz: 15.11. ab 18:30 Uhr auf Sky Sport 1 & HD
  • Füchse Berlin – MT Melsungen: 15.11. ab 18:30 Uhr auf Sky Sport 3 & HD
  • SC Magdeburg – TBV Lemgo Lippe: 15.11. ab 18:30 Uhr auf Sky Sport 4 & HD
  • Bergischer HC – THW Kiel: 15.11. ab 18:30 Uhr auf Sky Sport 5 & HD
  • TSV Hannover-Burgdorf – SG BBM Bietigheim: 15.11. ab 18:30 Uhr auf Sky Sport 6 & HD
  • TSV GWD Minden – HSG Wetzlar: 18.11. ab 13 Uhr auf Sky Sport 2 & HD
  • FRISCH AUF! Göppingen – VfL Gummersbach: 18.11. ab 15:45 Uhr auf Sky Sport 2 & HD
  • Die Eulen Ludwigshafen – SC DHfK Leipzig: 18.11. ab 15:45 Uhr auf Sky Sport 3 & HD
  • SG Flensburg-Handewitt – Rhein-Neckar Löwen: 19.11. ab 18 Uhr auf Sky Sport 1 & HD
  • HC Erlangen – TVB 1898 Stuttgart: 9.12. ab 15:55 Uhr auf Sky Sport 5 & HD

Füchse Berlin: Lindberg, Holm und Koch

Im Sommer wurde Hans Lindberg 37 Jahre alt. Aber wer nun glaubt, der Rechtsaußen würde es nun ruhiger angehen lasst, der irrt gewaltig. Elf Tore steuerte der Ex-Hamburger zum 29:24-Sieg vergangenen Donnerstag in Wetzlar bei. Da auch auf seine beiden Landsleute Jacob Holm (7) und Johan Koch (1) Verlass war, gingen mehr als die Hälfte der Berliner Treffer auf das Konto dänischer Handballer.

„Alle drei sind Leistungsträger bei uns“, lobt Coach Velimir Petkovic, „wir haben aber auch nichts anderes von ihnen erwartet.“ Lindberg steht schon seit zweieinhalb Jahren in Berlin unter Vertrag, Koch war im Januar aus Schaffhausen geholt worden, und Holm wechselte im Sommer von Ribe-Esbjerg in den Fuchsbau.

„Johan ist mein Lieblingskreisläufer“, betont Petkovic, „er war zunächst nur Aushilfskraft, aber er hat sich etabliert.“ Holm sei ein „Riesentalent“, sagt der Coach. Dem 24-jährigen Dänen fehlt noch etwas die Erfahrung, er kann aber das Berliner Angriffsspiel schon gut lenken. „Jacob ist vor allem in den 1:1-Situationen stark“, sagt Lasse Mikkelsen, der Holm von der Nationalmannschaft kennt. Und sich auf die Partie am Donnerstag freut, bei der es auch auf die Dänen ankommen wird.

Von Björn Mahr, HNA

*HNA.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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