26:22 gegen Tschechien 

Schnellcheck zum letzten Hauptrunden-Spiel der deutschen Handballer: Mit Sieg aus Wien verabschiedet

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Gleich klingelt’s: Tobias Reichmann (links) kommt gegen Pavel Horak zum Abschluss. 

Viertes Hauptrundenspiel, dritter Sieg – die deutschen Handballer haben bei der Europameisterschaft auch die nahezu bedeutungslose Partie gegen Tschechien 26:22 (13:10) gewonnen.

Am Donnerstagmittag reist die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) von Wien nach Stockholm, wo die Mannschaft noch einen weiteren EM-Auftritt haben wird. Unser Schnellcheck:

Wie beschloss das DHB-Team die Hauptrunde?

Mit einem verdienten, aber eher glanzlosen Erfolg. Am Samstag ab 16 Uhr (ARD One) trifft die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop auf Portugal, das sich gestern Nachmittag mit einem 34:26 gegen Ungarn den dritten Rang in Gruppe A gesichert hatte. „Wir wollen zeigen, dass wir zur Weltspitze gehören. Das geht auch mit einem Rang fünf“, sagt der deutsche Rechtsaußen Tobias Reichmann.

Knüpfte die DHB-Auswahl da an, wo sie am Montagabend aufgehört hatte?

Zwei Tage nach dem 34:22-Erfolg gegen den EM-Gastgeber Österreich machte das Team zunächst einen durchaus entschlossenen Eindruck. Prokop setzte diesmal auf die Melsunger Karte, denn in der Startsieben standen Kai Häfner, Julius Kühn und Tobias Reichmann. Sechs der ersten sieben Tore gingen auf das Konto der MT-Profis (7:5, 18.). Kurz vor Ende der ersten Halbzeit war der Vorsprung der deutschen Mannschaft am größten. Der erneut starke Philipp Weber (2) und Johannes Golla stellten auf 13:9. In dieser Phase hatte auch Torwart Johannes Bitter seine ersten fantastischen Paraden

Weshalb war die Pausenführung des Favoriten nicht deutlicher?

Das DHB-Team stand zwar in der Abwehr sicher, ließ bis zur Pause aber mehrere gute Chancen aus. Oder besser: Tschechiens Tormann Martin Galia wehrte einige Würfe spektakulär ab.

Wie ging es nach dem Wechsel weiter?

Erst mal schleppend aus deutscher Sicht. Es dauerte sechs Minuten und 25 Sekunden, bis der Olympia-Dritte von Rio seinen ersten Treffer im zweiten Abschnitt erzielte: Jannik Kohlbacher glich zum 14:14 aus. In der Folgezeit war es eine sehr umkämpfte Partie. In der Schlussphase musste das deutsche Team auf Golla verzichten, der wegen der dritten Zwei-Minuten-Strafe die Rote Karte sah. Dennoch gelang es dem Europameister von 2016, etwas Abstand zwischen sich und dem Gegner zu bringen: Timo Kastening markierte das 26:21.

Gab es einen Aufreger?

Zumindest verstand Reichmann für einen kurzen Moment die Welt nicht mehr. In der 24. Minute kassierte er eine Zeitstrafe. Sein Ärger war nachvollziehbar, denn er hatte den Ball nicht mit dem Fuß, sondern mit der Hand gespielt (24.).

Wie war die Übertragung im ZDF?

Ganz ordentlich. ZDF-Reporter Christoph Hamm bekam zwar anfangs nicht mit, dass nicht Tomas Mrkva, sondern Martin Galia zwischen den tschechischen Pfosten stand. Mit seiner Analyse lag der Kommentator aber richtig. „Wir haben wieder eine sehr gute Abwehr gesehen, aber im Angriff gibt es noch einiges zu tun.“

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