Auffälligkeiten aus der Handball-Welt

Göppinger wie im Rausch - Hannover geht mit 19:30 unter

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In glänzender Verfassung: Göppingens Daniel Fontaine warf acht Feldtore. 

Eine bittere Niederlage, ein erleichterter Trainer und ein bemerkenswerter Jungspund – das vergangene Wochenende hatte in der Handball-Bundesliga allerhand zu bieten.

Wir haben ein paar Auffälligkeiten zusammengestellt. 

  • Erbaulich: Der Überraschungs-Tabellenführer TSV Hannover-Burgdorf wurde am Sonntagmittag jäh auf den Boden der Realität zurückgeholt: Eine 19:30-Pleite kassierte der niedersächsische Bundesligist beim Europapokal-Teilnehmer Frisch Auf Göppingen und rutschte auf den dritten Rang ab. So enttäuschend die Leistung der Burgdorfer war, so erbaulich war der Auftritt der Gastgeber, die wie im Rausch spielten. Torwart Daniel Rebmann hielt 48 Prozent aller Würfe, und Daniel Fontaine glänzte mit acht Feldtoren.
  • Erleichtert: Gegen Melsungen, Magdeburg und Berlin war das Team des SC DHfK Leipzig jeweils leer gegangen – jetzt feierten die Sachsen den ersten Sieg unter ihrem neuen Trainer Michael Biegler. Nach einer umkämpften Partie stand ein 23:20-Erfolg – ein kleiner Mutmacher vor dem Pokalviertelfinale am Dienstag ab 19 Uhr bei den Rhein-Neckar Löwen.
  • Erstaunlich: Er ist erst 20 Jahre alt – aber den Namen Rico Keller sollte man sich auf jeden Fall merken. Der talentierte Spielmacher der Rhein-Neckar Löwen wird im Schatten des fantastischen Regisseurs Andy Schmid aufgebaut und bekam beim 30:30 am Samstagabend in der Champions League gegen den französischen Vertreter Nantes viel Spielzeit. Keller durfte sich über seine ersten beiden Tore in der Königsklasse freuen. Erst in der entscheidenden Phase durfte der Schweizer Ausnahmekönner Schmid in der Halle in St. Leon-Rot selbst ran.
  • Erquickend: Der THW Kiel muss nach einem erquickenden Auftritt und einem 29:29 am Sonntagabend in der Champions League bei Paris Saint-Germain (so sehen Sie das Spiel live im TV und im Stream) im Achtelfinale nun nicht gegen den Deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen, sondern gegen Szeged aus Ungarn antreten. Da Polens Spitzenklub Kielce am Samstag 33:28 gegen Brest/Weißrussland gewonnen hatte, war der THW kurzzeitig auf den fünften Rang in der Gruppe B zurückgefallen, zog aber tags darauf wieder an Kielce vorbei. Die Polen sind nun Gegner der Löwen, die SG Flensburg-Handewitt spielt gegen Kristianstad/Schweden.
  • Erfolgreich: Der SC Magdeburg ist auf dem besten Weg in Richtung Viertelfinale im EHF-Pokal. Mit dem 36:24 gegen Presov/Slowakei gelang dem Klub aus Sachsen-Anhalt der dritte Sieg im dritten Spiel. Dabei erzielte der österreichische Rechtsaußen Robert Weber elf Treffer.
  • Erfreulich: Einmal war die HSG Wetzlar bereits beim Final Four im DHB-Pokal – im Frühling 2001. Seit Sonntagnachmittag steht fest, dass die Mittelhessen am 5./6. Mai wieder in der Arena in Hamburg vertreten sind. Gegen den TVB Stuttgart gelang der HSG ein 25:21 (11:9)-Heimerfolg. Filip Mirkulovski und Maximilian Holst waren mit je sechs Toren die besten Werfer der Wetzlarer.

Hier geht es zur Tabelle der Handball-Bundesliga.

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