Schluss mit 41 Jahren

Torwart Arpad Sterbik und der leise Abgang einer Handball-Legende

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Beendet jetzt seine Profi-Karriere: Torwart Arpad Sterbik. 

Im Spitzenhandball haben nicht viele Profis Legendenstatus erlangt. Torwart Arpad Sterbik gehört in seiner Sportart aber zu den Ausnahmeerscheinungen – er steht auf einer Stufe mit Größen wie Ivano Balic und Magnus Wislander. Jetzt erklärte der Schlussmann des ungarischen Topklubs Veszprem mit 41 Jahren seinen Rücktritt.

Wegen der Corona-Krise ruht zurzeit der Spielbetrieb. Sterbik kann es sich nach eigenen Angaben nicht mehr vorstellen, nach einer Zwangspause noch einmal zurückzukehren. Er ist heute unser Star in Zahlen.

3 Buchstaben hat der Ort, aus dem Sterbik stammt. Ada liegt in der heutigen autonomen serbischen Provinz Vojvodina. Dort, nahe der ungarischen Grenze, leben überwiegend Magyaren.

7 Stationen hatte der Welthandballer von 2005 während seiner Laufbahn. Los ging es bei RK Jugovic. Zweimal trug er das Veszprem-Trikot. Bereits von 2001 bis 2004 hütete er den Kasten des ungarischen Klubs. Bevor er 2018 nach Veszprem zurückkehrte, spielte er in Spanien für Ciudad Real, Atletico Madrid und FC Barcelona sowie in Nordmazedonien für Vardar Skopje.

14 nationale Meisterschaften feierte der Torwart in seiner Karriere: sechs mit spanischen Klubs, je vier mit Veszprem und Skopje. Insgesamt viermal reckte er die Trophäe für den Triumph in der Champions League in die Höhe. Nach Erfolgen mit Ciudad und Skopje hatte er gehofft, in dieser Spielzeit nun auch mit Veszprem den wichtigsten Vereinstitel zu gewinnen. Nun gibt es den leisen Abgang.

198 Länderspiele absolvierte Sterbik insgesamt – die meisten davon (120) für sein Geburtsland Jugoslawien sowie nach dessen Zerfall für Serbien. Ab 2008 lief er für Spanien auf und wurde mit den Iberern Welt- und Europameister. Sterbik besitzt neben der serbischen und der spanischen auch die ungarische Staatsbürgerschaft.

200 Zentimeter misst Sterbik. „Arpad ist so groß und breit, dass du das Tor nicht siehst“, sagt der frühere serbische Nationalspieler Nenad Vuckovic fast ehrfürchtig. Der Torwart-Olerhielt nicht ohne Grund den Spitznamen „Serbischer Bär“.

4089 Menschen folgen dem Ausnahmekönner bei Instagram. Der Ehemann und Vater zweier Kinder ist in den sozialen Netzwerken nicht sonderlich aktiv. Gestern postete Sterbik aber ein Foto, das ihn beim Blutspenden zeigt.

500 000 Euro betrug Sterbiks Jahresgehalt, als er 2012 bis 2014 beim FC Barcelona unter Vertrag stand.

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