Verdienter Sieg

Deutsche Handballer feiern: Mit 24:19 gegen Island in WM-Hauptrunde gestartet

19.01.2019, Nordrhein-Westfalen, Köln: Handball: WM, Hauptrunde, Gruppe 1, 1. Spieltag, Deutschland - Island in der Lanxess Arena. Steffen Fäth (M) von Deutschland in Aktion gegen Elvar Örn Jonsson (r) von Island. Foto: Federico Gambarini/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Steffen Fäth (Mitte) setzt sich hier gegen die isländische Deckung durcj. 

Der Umzug aus Berlin zur Hauptrunde nach Köln ist den deutschen Handballern gelungen. Gegen Außenseiter Island gab es einen verdienten 24:19 (14:10)-Sieg.

Die deutsche Mannschaft ist zurück in ihrem Wohnzimmer. Zwölf Jahre nach dem WM-Triumph von Köln stieg das Team mit der Partie gegen Außenseiter Island in die Hauptrunde der Handball-WM 2019 ein. Wie besonders diese Rückkehr ist, machte Dominik Klein deutlich. Der ARD-Experte und Weltmeister von 2007 stimmte um 14.58 Uhr, also fünfeinhalb Stunden vor dem Anwurf der deutschen Begegnung, schon einmal mit 13.000 Besuchern den Höhner-Hit Viva Colonia an. 

Ja, Handball in Köln ist ganz speziell. Das wurde dann auch ab Punkt 20.30 Uhr deutlich, als die DHB-Auswahl von 19.250 Fans in der ausverkauften Arena zu einem gelungenen Start förmlich angetrieben wurde (wir berichteten im Liveticker). Und das Team dankte es mit einer konzentrierten Vorstellung: Kapitän Uwe Gensheimer zum 3:1 (4.), Steffen Fäth fulminant zum 5:2 (7.). 

Bundestrainer Christian Prokop begann mit einer Veränderung im Vergleich zu den vorangegangen Begegnungen: Fabian Wiede spielte im rechten Rückraum. Dabei war Steffen Weinhold wieder fit, und Kai Häfner stand erstmals anstelle von Franz Semper im 16-köpfigen Kader. 

Die Nordeuropäer ließen sich von der Kulisse und von dem Blitzstart der Gastgeber nicht beeindrucken. Mit vier Toren in Folge stellte Island - angeführt von Superstar Aron Palmarsson auf 6:5 (13.). Prokop reagierte und nahm eine Auszeit. Unter den Augen der Weltmeister-Mannschaft von 1978 tat sich die DHB-Mannschaft schwer. Auch weil die tschechischen Unparteiischen in einigen kniffligen Situationen gegen die Hausherren entschieden. So stand es nach 20 Minuten "nur" 9:8 für das Heimteam. 

Doch Deutschland verfiel nicht in Hektik. Die Umstellung auf eine offensivere Deckung machte sich zusehends bezahlt. Gensheimer (2), Groetzki und Fäth stellten auf 13:9 (27.). Pech, dass ein Treffer von Groetzki nicht mehr zählte. Sein Ball schlug erst nach der Sirene ein. 

In der Pause wurde Handball-Legende Joachim Deckarm gefeiert. Der 78-er-Weltmeister beging am Samstag seinen 65. Geburtstag. Begleitet wurde er von der Mannschaft, mit der er vor 41 Jahren Sport-Geschichte schrieb. 

Nun möchte das Team von 2019 genauso erfolgreich sein.  In der zweiten Hälfte leistete sich der Favorit einige Schwächen, entwickelte aber immer wieder die Kraft, die Fehler direkt wieder auszumerzen. Es profitierte davon, dass Palmarsson bei den Isländern offenkundig angeschlagen nicht mehr mittun konnte. Zudem verzeichnete Torwart Andreas Wolff nun mehr Paraden.  Neun Minuten vor Schluss markierte Hannovers Häfner sein erstes WM-Tor. Und weil die Deckung immer sicherer stand, konnten die Fans bereits nach dem 22:17 von Paul Drux (53.) auf den Rängen vor Begeisterung hüpfen. Wenig später waren die Punkte vier und fünf unter Dach und Fach. 

Zuvor hatten sich die Franzosen, der Titelverteidiger und Top-Favorit, in einem intensiven Kräftemessen gegen Europameister Spanien 33:30 durchgesetzt. Damit haben die Iberer nur noch geringe Chancen auf das Erreichen des Halbfinales am Freitag in Hamburg.  Der französische WM-Traum lebt. Aber der deutsche auch. 

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