Chance auf Bronze am Sonntag

Schade, Deutschland! Handballer verlieren WM-Halbfinale gegen Norwegen 25:31

25.01.2019, Hamburg: Handball: WM, Deutschland - Norwegen, Finalrunde, Halbfinale. Deutschlands Torwart Silvio Heinevetter reagiert. Foto: Axel Heimken/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Alles aus: Die deutschen Handballer um Torwart Silvio Heinevetter scheitern im WM-Halbfinale gegen Norwegen.

Der Traum vom vierten WM-Titel ist ausgeträumt. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft musste sich in Hamburg im Halbfinale einem abgeklärten norwegischen Team 25:31 (12:14) beugen.

Damit spielt Deutschland am Sonntag ab 14.30 Uhr (ZDF) im dänischen Herning gegen Frankreich um den dritten Platz. Dagegen steht Norwegen im Finale gegen Dänemark (17.30 Uhr).

Die Frage, ob das Publikum in Hamburg an die stimmungsvollen Abende in Berlin und Köln herankommen würde, war nach nicht einmal 60 Spielsekunden beantwortet. Nach dem 1:0 von Uwe Gensheimer hielt es keinen der 12.500 Zuschauer in der ausverkauften Barclaycard-Arena mehr auf seinem Platz – Ja, Hamburg kann WM.

Der Einstieg in die Begegnung hätte nicht besser sein können: Fabian Wiede zum 2:1, Hendrik Pekeler zum 3:1 (4.). Der Anruf der Bundeskanzlerin am Vorabend schien die Mannschaft zusätzlich beflügelt zu haben: Angela Merkel hatte Bundestrainer Christian Prokop und dessen Team viel Glück gewünscht.

Mit guten Wünschen allein wird es nicht getan sein - das wurde schnell deutlich. Die Norweger verfolgten wie in den Begegnungen zuvor einen klaren Plan: im Volltempo nach vorn. Ihre zweite Welle? Etwas für Handball-Feinschmecker. Und auch sonst stellten die Skandinavier die DHB-Auswahl vor einige Probleme. Norwegen lag nach 20 Minuten 9:7 vorn - und der mit Bundesligaprofis-bestückte Gast zeigte sich von der Kulisse vollkommen unbeeindruckt. So war es keine Überraschung, dass sich die Norweger auf 13:10 (26.) absetzten.

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Das Hauptrundenspiel am Montag, der 22:21-Sieg gegen Kroatien, war nicht nur kräftemäßig, sondern auch mental eine harte Prüfung. Am Freitagabend zeichnete sich ein ähnlich nervenaufreibendes Kräftemessen ab. Als Erster musste Fabian Böhm gespürt haben, was die Stunde geschlagen hat: Der Mann von der TSV Hannover-Burgdorf setzte im Angriff viele Akzente (12:13, 30.). Zuvor hatte der eingewechselte Torwart Silvio Heinevetter mehr Würfe gehalten als Andreas Wolff. Trotzdem musste der WM-Gastgeber erstmals bei diesem Turnier einen Pausenrückstand quittieren.

Das Hauptrundenspiel am Montag, der 22:21-Sieg gegen Kroatien, war nicht nur kräftemäßig, sondern auch mental eine harte Prüfung. Am Freitagabend zeichnete sich ein ähnlich nervenaufreibendes Kräftemessen ab. Als Erster musste Fabian Böhm gespürt haben, was die Stunde geschlagen hat: Der Mann von der TSV Hannover-Burgdorf setzte im Angriff viele Akzente (12:13, 30.). Zuvor hatte der eingewechselte Torwart Silvio Heinevetter mehr Würfe gehalten als Andreas Wolff. Trotzdem musste der WM-Gastgeber erstmals bei diesem Turnier einen Pausenrückstand quittieren.

Deutschland brauchte mehr Kompaktheit in der Abwehr – und mehr leichte Ballgewinne. Die Körpersprache stimmte, auch wenn Pekeler nach der dritten Zeitstrafe vorzeitig zum Duschen musste (44.). Im Angriff tat sich das Prokop-Team schwer - trotz mehrerer personeller Wechsel. Bisweilen zu ideenlos - und der deutschen Mannschaft lief die Zeit davon. Zwar verkürzte Wiede noch einmal auf 25:27, viel mehr gelang aber nicht. Das 29:25 des starken Myrhol war der endgültige K.o. Das Ende eines WM-Traums.

Den Ticker des Spiels gegen Norwegen zum Nachlesen finden Sie hier.

Die Daten zum Spiel: Deutschland - Norwegen 25:31 (12:14)

Deutschland: Wolff (Kiel), Heinevetter (Berlin) - Gensheimer (Paris/7/4), Böhm (Hannover/6), Wiede (Berlin/5), Groetzki (Rhein-Neckar Löwen/2), Drux (Berlin/1), Pekeler (Kiel/1), Suton (Lemgo/1), Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen/1), Musche (Magdeburg/1/1), Fäth (Rhein-Neckar Löwen), Häfner (Hannover), Wiencek (Kiel), Lemke (Melsungen), Weinhold (Kiel)

Norwegen: Bergerud, Christensen - Röd (7), Myrhol (6), Sagosen (6), Jöndal (4/3), Björnsen (3), Johannessen (2), Gullerud (1), O Sullivan (1), Tangen (1).

Schiedsrichter: Horacek/Novotny (Tschechien)

Zuschauer: 12.500 (ausverkauft)

Zeitstrafen:7:3

Siebenmeter: 5/5:3/3

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