Handball-WM: Gensheimer glänzt trotz Tod des Vaters als Kapitän

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Seine Leistungen verdienen besondere Anerkennung: Kapitän Uwe Gensheimer.

Kassel. So langsam kommt die Handball-Weltmeisterschaft in Frankreich in Schwung. Was bisher auffiel:

RESPEKT VOR GENSHEIMER

Anfang vergangener Woche starb ganz plötzlich sein Vater, Uwe Gensheimer nimmt nach einer späteren Anreise trotzdem an der WM teil - und glänzt: Im ersten Spiel warf der deutsche Kapitän 13 Tore, im zweiten verwandelte er alle vier Siebenmeter. Seine Leistungen in einer für ihn sehr schwierigen und traurigen Zeit bringen ihm viel Respekt ein - vom Trainer, von seinen Mitspielern und vom Umfeld. Gensheimer selbst konzentriert sich dabei auf seinen Sport, Interviews gibt er derzeit nicht. Als sicher gilt, dass er bei einem der nächsten Spiele fehlen wird, um bei der Beerdigung seines Vaters dabei zu sein. Wann Gensheimer nach Deutschland reist, bestimmt allein er, heißt es vom Deutschen Handballbund. 

HARTE BANDAGE

Ob beim Duell der Schweden gegen die Dänen heute (20.45 Uhr live und kostenlos bei handball.dkb.de) der Däne René Toft Hansen mitwirken darf, ist interessanterweise vom Wohlwollen der Schweden abhängig. Hansen trägt nämlich eine Ellenbogenbandage, die der Handball-Weltverband aufgrund der neuesten Statuten nicht genehmigt hat. Der Grund: Diese Bandage enthält Metallteile und könnte so Verletzungen hervorrufen. Nur wenn sich der Gegner schriftlich einverstanden erklärt, darf Hansen auflaufen. Die Schweden haben sich noch nicht erklärt. Interessant: Seit sechs Jahren benutzt der Kreisläufer vom THW Kiel die Bandage, bisher ohne Beanstandung.

APPELGRENS FABELWERT

Die dicken Brocken hatten die Schweden noch nicht, aber ihre bisherigen Resultate waren schon bemerkenswert: 33:16 gegen Bahrain, 35:17 gegen Argentinien. Großen Anteil daran hatte der Ex-Melsunger Torwart Mikael Appelgren. In der Partie gegen Bahrain kassierte er in der ersten Hälfte lediglich fünf Tore - das ergab für ihn eine Quote von 69 Prozent gehaltene Bälle. Alles über 50 Prozent ist Weltklasse.

GRANDIOSES TOR

Möglicherweise haben die Zuschauer den schönsten Treffer dieser WM bereits gesehen. Erzielt hat ihn ein Handballer, der in Deutschland bestens bekannt ist: Domagoj Duvnjak aus Kiel verwertete beim 31:28 der Kroaten gegen Ungarn ein Kempa-Anspiel von Zlatko Horvat zum 31:27 - und das mit dem Rücken zum Kasten. 

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