Nach der Niederlage gegen Spanien

Kommentar zum Aus der deutschen Handballer bei der EM: Das Vertrauen bröckelt

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Aus der Traum von der Titelverteidigung: Finn Lemke (links) und Kai Häfner (im Vordergrund) nach der Niederlage gegen Spanien.

Kassel. Bundestrainer Christian Prokop hat bei seinem ersten großen Turnier kräftig Lehrgeld gezahlt, findet Redakteur Björn Mahr. Ein Kommentar zum EM-Aus.

Der Traum von einer erfolgreichen Titelverteidigung ist ausgeträumt. Die deutschen Handballer sind bei der EM in der Hauptrunde gescheitert.

Das war’s, der Titelverteidiger ist ausgeschieden. Dabei sind die Gründe für das Scheitern der deutschen Handballer nicht in der Hauptrunde zu suchen. Da waren die Leistungen ansprechend. Da schaffte es der Europameister sogar, teilweise zu begeistern. Nein, die Versäumnisse liegen in der Vorrunde. Nur ein Sieg gegen Montenegro - das war für die Ansprüche dieser Mannschaft eindeutig zu wenig.

Bundestrainer Christian Prokop musste bei seinem ersten großen Turnier kräftig Lehrgeld zahlen. Mit seinen umstrittenen Nominierungen vor dem EM-Start brachte er unnötig Unruhe in ein funktionierendes Kollektiv. Das Vertrauen in seine durchaus vorhandenen Fähigkeiten bröckelte mit den glücklichen Unentschieden gegen Slowenien und Mazedonien schneller als der Putz an einem verfallenen Gebäude. Zumal vermeintliche Leistungsträger nicht ansatzweise das zeigten, was sie zu leisten imstande sind.

Ein Jahr vor der Heim-WM wird die Diskussion kommen. Ist Prokop wirklich der Richtige für dieses Großereignis? Sein Problem ist: Da Deutschland bereits als Gastgeber qualifiziert ist, bekommt er erst mal keine brauchbaren Gelegenheiten, verspielten Kredit zurückzugewinnen.

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