HNA-Kommentar 

Zweite Chance für Bundestrainer Christian Prokop: "Druck wird gewaltig"

Handball-Bundestrainer Christian Prokop darf nun zeigen, dass er aus seinen Fehlern bei der Kader-Nominierung und beim Umgang mit den Nationalspielern gelernt hat. Ein Kommentar von Sport-Redakteur Björn Mahr. 

Dabei ist eines klar: Der Druck für Prokop wird gewaltig sein. Jede Auszeit, jedes Interview – alles, was er ab jetzt macht, wird noch kritischer beäugt. In der Vorbereitung auf die Heim-Weltmeisterschaft im kommenden Winter kann sich der Bundestrainer praktisch keine Schwächen erlauben.

Die ersten großen Herausforderung warten schon in den kommenden Wochen auf ihn. Zum einen muss er das verloren gegangene Vertrauen bei einigen Leistungsträgern zurückgewinnen. Mögliche Rücktritte einiger Stars kann sich der Verband vor der WM nicht leisten – weder aus sportlicher Sicht noch mit Blick aufs Image. 

Zum anderen wird Prokop darum kämpfen müssen, dass die Rückendeckung aus der Liga wieder größer wird. Diese war zuletzt gebröckelt. Während der EM wuchsen die Zweifel an den Qualitäten des 39-Jährigen. Und die Vereinstrainer erwarten, dass ihre Profis mit einem guten Gefühl an den Auswahl-Lehrgängen teilnehmen.

Wenn Prokop diese Vorgaben erfüllt, kann er sich in Ruhe mit seinem Team auf die WM einstimmen. Andernfalls wird es viele Diskussionen geben – und dann gerät auch die DHB-Führung noch mehr in die Bredouille. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / Monika Skolim

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