Kommentar

EM-Kader der deutschen Handballer steht: Mit Risiko behaftet

Handball-Bundestrainer Christian Prokop lässt für die anstehende EM drei Europameister von 2016 zu Hause. Darunter Melsungens Finn Lemke. Ein Kommentar von Björn Mahr.

Er hat es wieder getan. Nachdem Handball-Bundestrainer Christian Prokop im Oktober überraschend die beiden Europameister Rune Dahmke und Tobias Reichmann für anstehende Tests nicht berücksichtigt hatte, setzte er jetzt im wahrsten Sinne des Wortes noch einen drauf. Dass er für die EM in Kroatien mit Dahmke, Abwehrchef Finn Lemke und Fabian Wiede vorerst drei EM-Helden von 2016 nicht einplant, war so absolut nicht zu erwarten.

Vor allem passt es nicht zu dem, was er zuletzt betont hat: Er wolle mit der Mannschaft schwer ausrechenbar sein. Doch dann darf Prokop nicht auf zwei Spieler verzichten, die gerade dafür stehen: Lemke, der 2,10-m-Abwehrhüne aus Melsungen, und Wiede, der Allrounder aus Berlin, können jedem Gegner richtig große Probleme bereiten.

Dafür nimmt Prokop die international unerfahrenen Spieler Maximilian Janke und Bastian Roscheck mit zur EM 2018 nach Kroatien. Ein Risiko. In der Vorrunde warten hitzige Partien. Da werden Akteure gebraucht, die kühlen Kopf bewahren können. Der Bundestrainer nimmt zwei ausgebuffte Profis nicht mit.

Rubriklistenbild: © dpa

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