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Mit sechs Neuen: Recken rocken schon wieder los

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Von: Helmut Anschütz

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Sechs von acht Neuzugängen bei Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf: Von links Niklas Gautzsch (zweite Mannschaft), Rechtsaußen Max Gerbl, Rechtsaußen Marius Steinhauser, Recken-Trainer Christian Prokop, Torwart Dario Quenstedt, Marian Michalczik (Rückraum links) und Nachwuchs-Torwart Felix Backhaus (zweite Mannschaft).
Sechs von acht Neuzugängen bei Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf: Von links Niklas Gautzsch (zweite Mannschaft), Rechtsaußen Max Gerbl, Rechtsaußen Marius Steinhauser, Recken-Trainer Christian Prokop, Torwart Dario Quenstedt, Marian Michalczik (Rückraum links) und Nachwuchs-Torwart Felix Backhaus (zweite Mannschaft). © Helmut Anschütz/gsd

Keine vier Wochen nach dem letzten Bundesliga-Spiel gegen Leipzig rocken die Recken schon wieder los.

Hannover – Getreu eben ihres Mottos „Recken rocken“ stand am Montag um 9.45 Uhr die erste Trainingseinheit im schmucken, neuen Sportzentrum vom TuS Vinnhorst (selbst in der 3. Handball-Bundesliga) auf dem Vorbereitungsprogramm, das in zwei Abschnitte gegliedert ist.

Mit dabei vier der sechs Neuzugänge plus zwei neue Nachwuchstalente.

Während das Fehlen der weiteren Neuen Branko Vujovic (zuletzt Kielce/Polen – kleiner Finger gebrochen beim Champions League-Final4 in Köln) und Renars Uscins (zusammen mit Justus Fischer bei der U 20-EM) bekannt war, meldete sich Filip Kuzmanovski wegen Erkältung kurzfristig ab. So fehlte Trainer Christian Prokop also gleich einmal ein Quintett.

Torwart Dario Quenstedt vom THW Kiel, Max Gerbl (Schweizer Nationalspieler), Marius Steinhauser (Flensburg) und Marian Michalczik (Berlin) waren dagegen zu ihrem ersten Arbeitstag bei den Recken zusammen mit den verbliebenen Spielern angetreten, wobei natürlich auch gleich der erste Schweiß floss bei Athletik-Übungen von Physio Timm Kostrzewa. Abends flogen auch die ersten Handbälle, am Dienstag ist der „beliebte“ Laktattest im Olympia-Stützpunkt, am Donnerstag steht ein (nicht ganz ernst gemeinter) Triathlon am Maschsee auf dem (Eingewöhnungs-)Programm.

Nach zwei Wochen Training ist Ende Juli eine einwöchige Pause (aber mit individuellem Programm), ehe dann viereinhalb weitere Trainings-Wochen folgen mit neun Testspielen – das erste steigt in Osnabrück zum 75. HVN-Geburtstag gegen Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen. Nach zwei Turnier-Teilnahmen (Sparkassen-Cup in Bad Hersfeld/Eisenach sowie in Lübbecke) und einem Trainingslager in Barsinghausen steigt der letzte Test gegen Meister Magdeburg.

„Wir haben ein junges, gut zusammengestelltes und interessantes Team“, sagte Prokop beim Aufgalopp nach seinem Rom- und Sardinien-Urlaub. „Wichtig ist jetzt, dass wir eine starke Trainings-Qualität abliefern, die dreckige Arbeit erledigen.“ Es gelte, die Hierarchie, die Rollenverteilung im Team herauszubilden.

Mit ganz oben dürften dabei der mit seinem Kieler BMW (Initialen „DQ“) vorgefahrene Torwart Quenstedt und Michalczik stehen. Aus dem Rückraum-Linken (nach siebeneinhalb Monaten Verletzungspause) sprudelte es nach Kuba-Urlaub mit Freundin Anna-Lena unumwunden nur so heraus, dass sein Füchse Berlin-Intermezzo eine „schwere, harte Zeit“ gewesen sei. „Ich bin guter Dinge, will wieder auf dem Acker stehen, sehe Chancen, Spielzeit zu sammeln“, so Michalczik. Unter Coach Prokop debütierte er einst als Nationalspieler.

Quenstedt (hinter Niklas Landin in Kiel Nummer zwei) liefert sich mit Domenico Ebner ein Duell im Kasten. „Es gibt einen fairen Zweikampf. Ich spüre Aufbruchstimmung. Im Training heißt es jetzt: Kopf aus, Arschbacken zusammenkneifen. Ich will Erfahrung weitergeben.“

Dass in der Vorbereitung mit Vujovic und Uscins beide Halbrechte (als Nachfolger von Ivan Martinovic/Melsungen) vorerst fehlen, sieht Prokop nicht als Problem an. (Helmut Anschütz/gsd)

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