20 Jahre Skispringen in Willingen

Weltcup in Zahlen: Rekordweiten, Traumnoten, Kunstschnee

Alle sind verrückt nach „Hanni“: Viele junge Mädels pilgerten zwischen 2000 und 2003 schon in den frühen Morgenstunden zur Schanze, um die besten Plätze zu sichern und ihren Idolen nah zu sein. 2011 gab es einen Umbruch – die 50-Plus-Fans belagern den Mühlenkopf. Fotos: Archiv

Willingen. 20 Jahre Weltcup am Mühlenkopf, da kommt eine Menge an Zahlen zusammen. Von 3 bis 2.200.000.

3 deutsche Einzelsiege gab es bei den Weltcup-Springen am Mühlenkopf. Sven Hannawald gewann 2002 und 2003, Severin Freund 2011.

18 Weltcups hat der SC Willingen seit 1995 organisiert. Die Premiere am 8. Januar 1995 gewann der Österreicher Andreas Goldberger, Dieter Thoma wurde Dritter. Der Sieger kassierte damals 10 000 Mark an Preisgeld.

50 Die 50-Plus-Fans sind da, hieß es im Jahr 2011 am Mühlenkopf. Waren die Mädels unter den Fans bei Hannawald und Schmitts Triumphen einst blutjung, sind die Fans mittlerweile in die Jahre gekommen. Die 50-plus haben die Pampersfraktion abgelöst.

90 Kilometer pro Stunde etwa, Geschwindigkeiten um diesen Wert erreichen die Springer am Schanzentisch der Mühlenkopfschanze, wenn sie die 90 Meter lange Anlaufspur hinter sich haben.

152 Meter weit flog 2005 Janne Ahonen – so weit wie kein anderer Skispringer auf der Mühlenkopfschanze vor oder nach ihm. Unmittelbar nach dem Flug des Finnen waren sogar 155 Meter verkündet worden, angeblich ein Fehler der Weitenmesser – doch der übertragende Sender RTL glaubt noch heute an die höhere Marke.

328,2 Zähler – die bisher höchste Punktzahl eines Springers in Willingen – kassierte 2003 Sven Hannawald. Außerdem gab’s gleich neunmal die Traumnote 20,0 obendrauf.

600Kilogramm Feuerwerk wurden zum Auftakt des Springens am 3. Februar 2006 in den Willinger Himmel geballert. Der Glanz der pyrotechnischen Effekte und eine Lasershow krönten damals den Eröffnungsabend.

1127 Anrufe wurden im Callcenter des Willinger Rathauses wegen des Hanni-Fiebers im Jahr 2002 registriert. Da glühten bei den Telefondamen mächtig die Ohren ...

1200 Kilometer musste der Willinger Fahrdienst an einem Stück im Jahr 2010 bewältigen: Severin Freund galt es, in der Nacht zum Sonntag ins bayerische Pfaffenhofen zu fahren.

1800 Kubikmeter Kunstschnee, das waren 60 Lastwagen voll, musste der Skiclub im Februar 2008 in der Skihalle in Neuss ordern, weil Tauwetter den Schnee am Mühlenkopf dahinschmolz.

15 000 Meter Kabel hat RTL im Jahr 2003 für die Fernsehübertragungen am Mühlenkopf verlegt.

23 400 Euro kamen 2010 beim Torwandschießen eines Hauptsponsors im Auslauf zusammen: Treffsicher zeigten sich dabei die Leverkusener Profis Stefan Kießling, Sami Hyypiä und Michael Kadlec.

36 000 Zuschauer fasst das Stadion am Fuße der Mühlenkopfschanze, das mit 4500 Sitzplätzen ausgestattet ist.

45 000 Kubikmeter Erde wurden beim Bau der neuen Schanze bewegt, die beim Weltcup 2001 eingeweiht wurde.

100 000 Zuschauer pilgerten 2001 zu den drei Springen im Strycktal. Das war Spitze in der Weltcup-Geschichte.

151 982,48  Euro kamen bei der Spendenaktion des Skiclubs „Bausteine für die Mühlenkopfschanze“ zusammen. 860 Bausteine hatte der Ski-Club verkauft; alle Spender sind auf einer Tafel neben dem Fanshop verewigt.

2 200 000 Euro haben der neue Kampfrichterturm und die moderne Flutlichtanlage gekostet, die beim Weltcup 2014 ihre Premieren erlebten.

Von Friederike Göbel und Hans Dreier

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