Fußball-Hessenligist punktet gegen Favoriten

1:1 - KSV Baunatal fehlt gegen SG Barockstadt nur die Krönung

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Ball im Blick: Baunatals Maximilian Blahout (links) setzt sich gegen Fuldas Patrick Schaaf durch. 

Baunatal – Fast hätte der KSV Baunatal das nächste Topteam der Fußball-Hessenliga besiegt. Aber nur fast, denn im Heimspiel gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz ging in der Nachspielzeit der Kopfball von Felix Schäfer nach einer Ecke an die Latte. So blieb es im intensiven Duell der Fußball-Hessenliga beim 1:1 (0:0). Und nach einem starken Auftritt fehlte für den KSV nur die Krönung.

„Das tat natürlich weh“, sagte Schäfer nach der Partie über seinen Lattentreffer. „Es ist ärgerlich, dass wir den Sieg verpasst haben. Wir haben heute eine sehr gute Leistung gezeigt.“ Schon in der temporeichen ersten Halbzeit hatten die Hausherren auf dem engen Kunstrasenplatz ein leichtes Übergewicht. „Es waren heute schwierige Umstände für uns. Wir hatten Probleme mit dem Belag“, sagte SG-Trainer Sedat Gören. Da aber die Teams in der Abwehr konzentriert zu Werke gingen, waren Distanzschüsse auf beiden Seiten die einzigen Chancen.

Unglücklich begann für die Baunataler der zweite Durchgang: Nach einem Freistoß von Marcel Trägler stand in der 51. Minute ausgerechnet Fuldas Torjäger Dominik Rummel völlig frei – und köpfte zum 1:0 ein. „Aber danach sind wir drangeblieben. Das zeigt, dass wir einen Schritt in die richtige Richtung gemacht haben“, sagte Schäfer. Und sein Trainer Tobias Nebe fügte hinzu: „Wir haben super darauf reagiert und Charakterstärke bewiesen.“

Die Baunataler waren nach dem Rückstand nicht geschockt, vielmehr schien dieser die Hausherren zu motivieren. Nur zwei Minuten später spielte der starke Patrick Krengel einen Doppelpass mit Nico Schrader und zog mit viel Schwung in den Fuldaer Strafraum. Krengel legte quer, und wurde dabei von SG-Torwart Tobias Wolf von den Beinen geholt. Elfmeter. Schrader trat an, schoss aber über das Tor. Der nächste Nackenschlag innerhalb von drei Minuten. Und wie reagierte der KSV darauf? Er zeigte Moral. „Wir waren schnell wieder dran und haben Fulda gut laufen lassen“, sagte KSV-Innenverteidiger Maximilian Blahout. Die Baunataler kämpften. Sie rannten. Und sie hatten eine richtig gute Möglichkeit auf den Ausgleich: Dino Kardovic zog in der 60. Minute aus der Distanz ab, Barockstadts Torwart Wolf ließ den Ball prallen und Schrader schob ins leere Tor ein. Das 1:1? Nein. Schiedsrichter Steffen Rabe entschied auf Abseits.

Aber selbst das entmutigte die Gastgeber nicht. Der KSV steigerte in der letzten Viertelstunde den Druck. Und er wurde belohnt: Nach einer scharf hereingegebenen Ecke von Okan Gül traf Blahout mit einem wuchtigen Flugkopfball (79.). „Eigentlich sollte ich bei unseren Eckbällen heute hinten absichern. Aber Daniel Borgardt schickte mich vor der Ecke nach vorn“, erklärte Blahout. Der Kapitän hatte den richtigen Riecher. Zusammen mit den vier Treffern in Griesheim war es das fünfte Baunataler Tor nach einer Standardsituation innerhalb einer Woche. „Das ist schon eine Waffe von uns“, sagte der Innenverteidiger.

In der Schlussphase waren die Baunataler dem Siegtreffer dann näher als der Tabellendritte – vor allem in der Nachspielzeit. Aber erst klärte Fuldas Markus Gröger im letzten Moment vor Rolf Sattorov. Dann köpfte Schäfer an die Latte.

So sah KSV-Trainer Nebe das 1:1 mit gemischten Gefühlen: „Endlich haben wir die Serie durchbrochen, bei der auf einen Sieg eine Niederlage folgte. Aber ich ärgere mich schon ein bisschen, dass wir uns heute nicht noch mehr belohnt haben.“

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