Letztes Spiel vor der Winterpause

Abstiegskampf im Königreich: KSV Baunatal tritt in Flieden an

Mit viel Gefühl: Jonas Springer will mit dem KSV Baunatal endlich mal wieder in Flieden gewinnen.
+
Mit viel Gefühl: Jonas Springer will mit dem KSV Baunatal endlich mal wieder in Flieden gewinnen.

Für den KSV Baunatal ist es das letzte Spiel vor der Winterpause, der letzte Auftritt in der Vorrunde der Fußball-Hessenliga. Und dieser hat es noch mal in sich, denn die Mannschaft von Trainer Tobias Nebe muss heute (18.30 Uhr) bei Buchonia Flieden ran.

Auch wenn die Osthessen noch zwei Partien in der Gruppe A der Hessenliga vor sich haben, steht bereits fest, dass sie genau wie Baunatal in die Abstiegsrunde müssen. Das heutige Ergebnis wird daher in die zweite Saisonphase mitgenommen – und so lautet das Motto des Spiels: Abstiegskampf im Königreich (siehe Hintergrund).

„Es geht jetzt darum, dass wir beruhigt in die Pause gehen können“, sagt Nebe. Damit das gelingt, muss natürlich ein Sieg in Flieden her. Zumal es zumindest theoretisch passieren könnte, dass die Saison in der Winterpause abgebrochen wird. Eine Wertungsgrundlage ist in der Hessenliga bereits geschaffen, es wird auf jeden Fall Auf- und Absteiger geben. Diese würden bei einem Abbruch nach der Vorrunde durch eine Gesamttabelle der beiden Gruppen ermittelt. Derzeit stehen die Baunataler gerade so am rettenden Ufer. Aber wenn sie heute nicht in Flieden gewinnen, könnten sie noch auf einen hypothetischen Abstiegsplatz abrutschen. „Wir rechnen nicht damit, dass die Saison abgebrochen wird. Aber man weiß ja in der Pandemie nie, was noch kommt. Wir wollen vor allen Gegebenheiten gewappnet sein, und nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern“, sagt der KSV-Coach.

So sieht es natürlich auch Baunatals Mittelfeldspieler Jonas Springer. Nach seiner überstandenen Erkältung war er in den vergangenen drei Partien wieder mit dabei, stand zuletzt zweimal in der Startelf. So auch beim 2:1-Erfolg gegen Hünfeld am Samstag. „Das war in der Hinsicht wichtig, weil wir das Ergebnis ja mit in die Abstiegsrunde nehmen“, sagt Springer. Und das gilt auch für das heutige Resultat. „Mit einem Dreier gegen Flieden könnten wir mit einem kleinen Polster nach unten in die Abstiegsrunde starten“, sagt der 27-Jährige. Das ist nicht unwichtig, weil es im Frühjahr noch ein großes Hauen und Stechen geben wird, schließlich steigen von den elf Teams in dieser Runde sehr wahrscheinlich sechs ab.

Leicht wird es für die Baunataler heute aber nicht, schließlich ist Flieden so etwas wie der Angstgegner der Nordhessen – besonders auswärts. „Wir haben dort lange nicht mehr gewonnen, es wird mal wieder Zeit“, sagt Nebe. Seit 2012 wartet der KSV auf einen Sieg im Königreich, beim 3:2-Erfolg damals war Nebe selber noch einer der Torschützen. „Jeder, der schon einmal in Flieden gespielt hat, weiß, wie emotional es dort ist. Die Zuschauer sind eng am Platz, da kochen die Emotionen schnell hoch“, sagt Springer und fügt hinzu: „Flieden hat eine Truppe, die sehr körperlich spielt und mit Fabian Schaub einen Stürmer, der weiß, wo das Tor steht.“ Na klar, da müssen die Baunataler kämpferisch dagegenhalten. „Es ist das letzte Spiel, danach haben wir einen Monat Pause. Da kann jeder noch mal an seine Grenze gehen“, sagt der Mittelfeldspieler. „Allerdings waren wir in den vergangenen Partien auch spielerisch nicht schlecht, nur bei der Punkteausbeute hatten wir etwas Pech.“

Personell sind bei den Baunatalern zu den bereits gegen Hünfeld fehlenden Akteuren noch einmal drei Fragezeichen hinter den Einsätzen von Sebastian Schmeer, Okan Gül (beide erkältet) und dem angeschlagenen Nicolai Lorenzoni hinzugekommen. (Manuel Kopp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.