Baunatal verliert Heimspiel gegen Gießen

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Zu spät: Baunatals Nikl as Künzel (links unten) kann Gießens Stürmer Noah Michel nicht aufhalten. 

Fast hätte der Favoritenschreck wieder zugeschlagen. Aber eben nur fast. Der KSV Baunatal kassierte in der Fußball-Hessenliga eine unglückliche 3:4 (3:2)-Niederlage gegen Meister FC Gießen.

Dabei fehlte nicht viel, um den Regionalliga-Aufsteiger ein zweites Mal in dieser Saison zu ärgern.

Es ist noch gar nicht so lange her, da kegelten die Baunataler im Hessenpokal-Halbfinale den FC Gießen aus dem Wettbewerb. 6:4 nach Elfmeterschießen hieß es Mitte März. Auch diesmal war ein Sieg im Bereich des Möglichen – am Ende machte aber individuelle Klasse den Unterschied. Auf eine Abtastphase verzichteten beide Teams, und so entwickelte sich früh ein abwechslungsreiches Duell. Mit dem ersten gelungenen Vorstoß gelang den Gästen die Führung. Brian Mukasa schickte mit einem Steilpass Noah Michel auf die Reise, der den Ball vorbei an Baunatals Schlussmann Pascal Bielert ins Tor spitzelte (11.). Der Favorit war auf Kurs – zumindest für zwei Minuten. Denn die Antwort des KSV kam postwendend. Der mitgelaufene Nico Schrader staubte ab, nachdem zunächst Manuel Pforr an Tolga Sahin im Gießener Tor gescheitert war (13.). Das ging ja wirklich gut los. Wenig taktisches Geplänkel, viele Torraumszenen. Nach ein paar eigenen Halbchancen gerieten die Gastgeber aber wieder in Rückstand. Doppelpass zwischen Markus Müller und Noah Michel – schon war die Baunataler Abwehr ausgehebelt. Michel erzielte frei vor Bielert seinen zweiten Treffer (28.). Der KSV schüttelte sich ganz kurz und verpasste keine 60 Sekunden später den Ausgleich: Rolf Sattorov traf nur den Pfosten.

Baunatals Trainer Tobias Nebe sprach später völlig zu Recht, von einer sehr guten ersten Halbzeit seiner Mannschaft. Der KSV ließ sich zu keiner Zeit aus dem Konzept bringen. Daniel Borgardt köpfte nach einem Eckstoß von Manuel Pforr zum 2:2 ein (40.). Noch vor dem Halbzeitpfiff drehte Sattorov das Ergebnis, als Pforr den Ball geschickt weiterleitete (44.). Damit war der Baunataler Angreifer, der zu den auffälligsten Akteuren zählte, an allen drei Toren beteiligt.

Die Gastgeber agierten auch nach dem Seitenwechsel weiterhin mutig, verpassten es aber, die Führung auszubauen. Völlig unbedrängt zögerte Schrader zu lange und vergab leichtfertig eine schön herausgespielte Torchance (64.). Anschließend ließen die Kräfte bei den Baunatalern nach – es gab nur noch wenige Entlastungsangriffe. Gießen hatte nun mehr vom Spiel und erzielte durch den eingewechselten Cem Kara den Ausgleich (77.). Gießens Trainer Daniyel Cimen hatte ein glückliches Händchen, denn nur fünf Minuten später stach auch sein zweiter Joker Damjan Marceta und sorgte für den 4:3-Endstand. Trotz der Niederlage hatte Baunatals Coach Nebe nicht viel zu meckern: „Wir haben heute ein ordentliches Spiel gemacht. Am Ende hat uns aber die Kraft gefehlt.“

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