Fünf Dinge, die auffielen bei der 1:2-Niederlage des Hessenligisten gegen Alzenau

Bayern-Joker schockt Baunatal

Gute Leistung, keine Punkte: Baunatal und Nico Schrader standen nach dem 1:2 gegen Alzenau mit leeren Händen da. Foto: Fischer

Baunatal. Abpfiff des Hessenliga-Verfolgerduells im Baunataler Parkstadion. Angelo Barletta stürmt auf den Platz und nimmt seinen Stürmer Elias Niesigk in den Arm. Der Trainer des FC Bayern Alzenau weiß genau, bei wem er sich bedanken muss. Zur Halbzeit eingewechselt, dreht der Joker mit zwei Toren die Partie. Trotz starker erster Hälfte und 1:0-Führung stehen die Fußballer des KSV nach der 1:2 (1:0)-Niederlage mit hängenden Köpfen und leeren Händen da. Fünf Dinge, die auffielen beim Spiel des Fünften gegen den Dritten.

1.Starke erste Hälfte: Die Baunataler legen eine sehr gute erste Halbzeit hin. Die Hausherren haben die quirlige Offensive der Bayern gut im Griff, die Gäste nur eine Chance in der ersten Hälfte. KSV-Keeper Rick Christof pariert mit dem Fuß den Schuss von Anthony Wade (5.). Die VW-Städter dominieren das Spiel, kombinieren gut – nur sie nutzen ihre Chancen nicht. Weder Egli Milloshaj per Schuss aus kurzer Distanz (7.), Jonas Springer per Kopf (18.) oder Nico Schrader per Flugkopfball und Schuss aus spitzem Winkel (30., 33.) erzielen das Tor.

„Der KSV war bockstark, es war nur eine Frage der Zeit, bis wir das Gegentor kassieren mussten“, sagt Barletta. Und kurz vor der Pause ist es soweit: Nach Freistoß von Malte Grashoff trifft Manuel Pforr aus dem Gewühl heraus (43.). „Wir hatten in der ersten Hälfte eine gute Ordnung und haben immer wieder Druck gemacht. Das 1:0 zur Pause war fast schon zu wenig“, sagt KSV-Trainer Tobias Nebe.

2.Die Konterchancen: Der FC Bayern reagiert in der Pause auf den Rückstand und tritt in der zweiten Halbzeit offensiver und zielstrebiger auf. Dadurch ergeben sich für Baunatal Räume zum Kontern. Zwei große Chancen hat der KSV auf das 2:0. Aber erst ist der Querpass von Pforr zu steil für Springer (54.). Dann setzt sich Schrader klasse auf rechts durch, seinen Pass fängt Alzenaus Alieu Sawaneh knapp vor Pforr ab (60.). Es bleibt beim 1:0.

3.Der Joker: Niesigk ist der Alzenauer Matchwinner. Zur Halbzeit wird er eingewechselt, in der 67. Minute steht er an der richtigen Stelle. Nach Ballverlust des KSV schalten die Bayern schnell um. Aret Demir nimmt den langen Ball an, dribbelt zur Grundlinie und legt quer. Niesigk schiebt ein. 1:1. Ähnliche Situation sieben Minuten später: Fehlpass vom gerade eingewechselten Vyacheslav Petrukhin. Demir passt auf Niesigk, der trifft eiskalt zum 2:1.

4. Das Startelf-Debüt: Ein besonderes Spiel ist es für KSV-Keeper Rick Christof. Nach der Verletzung von Stammtorwart Pascal Bielert in Waldgirmes gibt er sein Startelf-Debüt. „Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht, sehr souverän“, lobt Nebe. Bei den Gegentoren ist er machtlos. In der Schlussphase zeigt er bei den Schüssen von Wade (81.) und Niesigk (90.) aus kurzer Distanz zwei klasse Reflexe.

5.Das Nachspiel: Häufig hadern die Baunataler während der Partie mit Entscheidungen des Schiedsrichters Volker Höpp. Das beschäftigt sie auch noch nach Abpfiff. „Es war ein gutes Hessenligaspiel, aber ein unsouveräner Schiedsrichter mit vielen Fehlentscheidungen auf beiden Seiten“, sagt Nebe und fügt hinzu; „Auch wenn es keine spielentscheidenden waren.“

Von Manuel Kopp

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.