Lohfelden bezwingt Watzenborn-Steinberg 4:1 – FSC tritt taktisch diszipliniert auf

Wie aus einem Guss

Die Schlüsselszene: Lohfeldens Serdar Bayrak (vorn) wird von Teutonia-Verteidiger Christopher Spang unfair gestoppt. Der Gästeakteur sieht dafür die Rote Karte. Foto: Schachtschneider

Lohfelden. Die ersten beiden Hessenliga-Spiele im Oktober hatten den Fußballern des FSC Lohfelden nicht die erhofften Zähler eingebracht. „Wir hätten statt einem auch vier Punkte mehr haben können“, erklärte Otmar Velte. Der FSC-Coach machte aber in der Kabinenansprache vor der Partie gegen Teutonia Watzenborn-Steinberg noch einmal deutlich, dass seine Mannschaft nun mit einem Sieg über den Ex-Regionalligisten Versäumtes nachholen kann. Und das taten seine Schützlinge dann auch: Es gab im Nordhessenstadion einen 4:1 (2:1)-Sieg zu bejubeln.

Was Velte vor allem freute: der taktisch disziplinierte Auftritt seiner Elf. „Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie wir jetzt Fußball spielen“, bilanzierte der 53-Jährige.

Veltes Team schaffte es, ... 

• einen frühen Rückstand wegzustecken. Nach Foul von Lohfeldens Daniel Beyer an Markus Müller verwandelte Timo Cecen den fälligen Strafstoß sicher (8.). Trotz dieses Gegentreffers verlor der FSC nicht seine Linie.

• den starken Kontrahenten in dessen Hälfte zu beschäftigen, ohne die eigene Defensive zu entblößen. Wiederholt zwangen Lukas Iksal, Serdar Bayrak und ihre Kollegen ihre Widersacher in Laufduelle und Zweikämpfe. Das schmeckte den Teutonen überhaupt nicht, ihr Spielaufbau war nicht so flüssig. Stattdessen kam Lohfelden: Iksal trifft nur die Latte (34.), aber nur Augenblicke später erzielt Beyer mit einem herrlichen Volleyschuss das 1:1 (34.). • die Überzahl zu nutzen. In der 37. Minute wurde Bayrak von Christopher Spang unsanft gestoppt. Im Gegensatz zu Watzenborns Coach Daniyel Cimen war der Unparteiische sofort der Überzeugung, dass es eine Notbremse war: Er stellte Spang vom Feld. „Nach der Roten Karte für die Gäste und unserem 2:1 hatten wir die Partie voll unter Kontrolle“, resümierte Bayrak. Die Führung besorgte Tolga Ulusoy in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45. +3). Bayrak, der kurz zuvor nach Kombination mit Iksal eine Riesenchance vergeben hatte, war von Louis Goncalves gelegt worden.

• die zweite Hälfte überlegen zu gestalten. Zwar gab sich Watzenborn nicht auf, hatte aber gegen die FSC-Hintermannschaft um die Innenverteidiger Maurice Fiolka und Dominik Schneider nicht viel zu bestellen. Die Treffer erzielten die Platzherren, die wie aus einem Guss spielten: Bayrak verwertete einen Pass von Ulusoy (61.) – sein erstes Ligator seit der Rückkehr zum Hessenligisten. Kurz darauf war der Vorbereiter selbst zum zweiten Mal erfolgreich (64.).

Es hätte ein Debakel für die Teutonia werden können. Iksal schoss etwa nach scharfer Hereingabe von Moritz Meuser frei neben das Gehäuse (50.). Und den Lupfer des Lohfeldener Enis Salkovic parierte der Gäste-Keeper Tolga Sahin glänzend (86.).

Mit dem Sieg zog der FSC in der Tabelle an Watzenborn vorbei und ist nun Fünfter – knapp hinter dem KSV Baunatal. Dabei könnten die Lohfeldener sogar schon vor dem KSV stehen, wenn der Monat Oktober für sie anders begonnen hätte.

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