Fußball-Hessenligist mit 1:6-Auswärtsniederlage 

FC Ederbergland kassiert vier Tore in zehn Minuten

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Sein Tor war nur Ergebniskosmetik: Ingo Miß traf in Ginsheim per Elfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1. 

Ginsheim - Mit einer 1:6 (1:2)-Packung kehrte das letzte Aufgebot des Fußball-Hessenligisten FC Ederbergland von seiner Dienstreise zum VfB Ginsheim zurück.

Eine Stunde lang deutete wenig auf eine derart hohe Niederlage der Gäste hin. Mit Steven Preuß und Fabian Mohr in der Innenverteidigung sowie Robin Wissemann und Ingo Miß zentral davor stand der FCE zunächst gut.

Interimstrainer Fabian Glaßl, der für den zurückgetretenen Miroslav Emejdi auf der Bank saß, hatte Manuel Todt als Stoßstürmer aufgeboten. Das frühe 1:0 der Hausherren durch Torjäger Mahdi Mehnatgir steckten Glaßls Jungs gut weg. Nach einem Foul von Ginsheims Keeper David Stägemann an Jonas Dienst besorgte Ingo Miß per Strafstoß das 1:1 (23.).

Vier Minuten später erhöhte Nils Fischer aus der Drehung zum 2:1 für den VfB. Die wenigen mitgereisten Fans der Gäste ahnten nichts Gutes, doch der Defensivverbund Ederberglands, das vorne bis zur Pause nur auf gelegentliche Nadelstiche in Form von Konteransätzen baute, hielt bis zum Seitenwechsel. Sieben Minuten nach Wiederbeginn hatte Manuel Todt das 2:2 auf dem Fuß, allerdings zögerte er beim Abschluss ungewohnt lange. Dann ging es dahin mit dem FCE. Die individuelle Klasse der Hausherren im Offensivbereich setzte sich jetzt durch. Vor allem Can Özer drehte auf. Der bullige Goalgetter markierte binnen sieben Minuten einen lupenreinen Hattrick zum 5:1 (58./64./65.). Masaki Murata legte das 6:1 nach (68.).

Für Ederbergland sprach, dass sich die Mannschaft trotz des hohen Rückstands nicht hängen ließ. Glaßls Jungs arbeiteten weiter in den Zweikämpfen, zogen ihre Sprints an und blieben doch auf verlorenem Posten gegen die Hochkaräter vom Schlage der Özer, Schmitt und Co. Bester Mann bei den Gästen war zweifellos Torhüter Philipp Hartmann. Der Keeper sah zwar beim 1:5 Can Özers nicht gut aus, parierte aber unterhalb der Einflugschneise des Frankfurter Flughafens etliche VfB-Hochkaräter glänzend.

Fabian Glaßl sah die Lage realistisch. „Uns fehlt auch aufgrund des Verletzungspechs die Überzeugung im Spiel nach vorne. Einige Gegentreffer haben wir vor allem in den für uns rabenschwarzen zehn Minuten nach der Pause zu einfach kassiert.“ Artur Lemm, der Ginsheimer Coach, war mit der Konsequenz seiner Elf vor der Pause nicht zufrieden. „Danach haben wir eine dominante Partie mit extrem hohem Ballbesitzanteil gezeigt“, analysierte Lemm.

Von Rainer Maaß 

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