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FC Ederbergland steigert sich nach schwacher erster Hälfte gegen Waldgirmes

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Von: Wilfried Hartmann

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Bekam einiges zu tun gegen den Spitzenclub aus Waldgirmes: Alles klar, macht Euch keine Sorgen, scheint hier Ederberglands Torhüter Philipp Hartmann seinen Teamkollegen zu deuten. Foto:  zhw

Allendorf-Eder. Fußball-Hessenligist FC Ederbergland unterlag auf dem Kunstrasen in Allendorf bei seinem Heimdebüt im Jahr 2018 gegen den Tabellenzweiten SC Waldgirmes nach groben Abwehrfehlern 0:2 (0:2).

Nach dem Samstagspiel bei bitterer Kälte steht der DFC in der Tabelle noch immer auf dem viertletzten Tabellenplatz. Dabei war es vor allem die erste Halbzeit, die man nach der Partie für die Niederlage verantwortlich machen durfte.

Bei eisigen Minus-Temperaturen brachte lediglich das Abwehrverhalten der Gastgeber das Blut von Trainer Vladimir Kovacevic vor der Pause zum Kochen: „Wir laufen nur hinter unseren Gegnern her und bieten immer wieder offene Räume an“, wetterte er beim Gang in die Kabine.

Tatsächlich hatte er mit einer 4-4-1-1-Taktik bewusst sein Team defensiv ausgerichtet. Zwei, bisweilen drei Sechser sollten den Mittelhessen die Stirn bieten. Die aber ließen sich vom FCE nicht beeindrucken, kamen mit starkem Kombinationsspiel immer wieder an und in den Strafraum, sodass FCE-Torwart Philipp Hartmann schon in der Anfangsphase lautstark mehr Aggressivität gegen den Ball anmahnte. In der 8. Minute setzte sich Waldgirmes per Doppelpass auf der rechten Seite durch, Lucas Hartmann flankte auf den langen Pfosten, wo Tolga Duran ungehindert zum 0:1 verwandelte. Sein Gegenspieler Marco Kovacevic war zu weit eingerückt und kam nicht mehr an den Ball.

Es änderte sich bis zur Pause wenig. Waldgirmes hatte das Spiel im Griff, Ederbergland schien nur noch damit beschäftigt die Löcher zu stopfen. Zudem entwickelte die Kovacevic-Elf wenig Selbstvertrauen im Spiel nach vorn. Gute Torchancen wurden nicht notiert, auch wenn die Gastgeber ihr fahriges Spiel mit der Zeit etwas ablegten.

Dass sich die Gäste nicht mit der knappen Führung begnügen wollten, zeigten sie in der turbulenten Schlussphase von Durchgang eins. Jafar Azizi donnerte in der 37. Minute das Leder aus elf Metern an die Latte. Hier wäre Hartmann geschlagen gewesen. In der ersten Minute der Nachspielzeit versäumte es Pavel Ricka den Ball final zu klären. Lucas Hartmann nahm das Leder auf, drang an der Torauslinie über rechts in den Strafraum ein und wurde von Ricka gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Volkan Öztürk sicher.

„Wir gehen volles Risiko“, sagte Kovacevic zu Beginn der zweiten Hälfte. Tatsächlich zeigte sich der FCE auf Augenhöhe mit dem Favoriten. Der blieb engagiert und hatte auch weiterhin die besseren Torchancen wie in der 54. Minute, als Philipp Hartmann mit einer Parade gegen Jurij Gros seine Mannschaft weiter im Spiel hielt. Der FCE hingegen ging körperlicher zu Werke, lief mehr und setzte bei Ballgewinnen energisch nach. Was fehlte, waren die Torchancen und damit auch letztlich die Tore.

„Vor der Pause waren wir zu zögerlich und haben durch zwei Abwehrfehler die Tore kassiert. In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, wie wir bestehen können“, sagte Kovacevic.

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