Vor dem Heimspiel gegen Eddersheim

FSC Lohfelden: Janik Szczygiel ist gut gelandet in Lohfelden

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Mitten drin, wenn es zur Sache geht: Janik Szczygiel (vorn), hier gegen Frederic Brill vom KSV Hessen Kassel, ist aus der Hessenliga-Elf des FSC Lohfelden nicht mehr wegzudenken.

Lohfelden. Fußball-Hessenligist FSC Lohfelden empfängt am Sonntag Aufsteiger Eddersheim (15 Uhr). Im Blickpunkt steht dann auch Janik Szczygiel.

Es dauerte seine Zeit. Ohne dass er selbst dafür verantwortlich war. Zum Zusehen zwang ihn eine Verletzung, die er nach Lohfelden mitbrachte und die ihn bereits zuvor beim KSV Baunatal zur fußballerischen Untätigkeit verurteilt hatte. Inzwischen aber ist Janik Szczygiel aus der Hessenliga-Elf des FSC nicht mehr wegzudenken. Auch im Heimspiel am Sonntag gegen den FC Eddersheim (15 Uhr, Nordhessenstadion) wird der 22-Jährige gebraucht.

Wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel fehlte Szczygiel schon in den letzten Spielen der Saison 2016/17. Vom Baunsberg wechselte er zur neuen Saison nach Lohfelden. Weil der Oberschenkel weiterhin nicht mitspielte, brachte er es in seiner ersten Serie lediglich auf neun Einsätze. Inzwischen ist er fit und stand neunmal in der Startelf. Mit anderen Worten: Er war immer dabei und ist endlich gut gelandet in Lohfelden.

Lief er früher meist als Außenverteidiger auf, so spielt Szczygiel unter Trainer Alfons Noja eher auf der Sechs. Außer am letzten Wochenende bei Ederbergland. Weil mit Roy Keßebohm und Moritz Meuser die Standardbesetzungen für die linke Seite fehlten, trat Szczygiel als linker Außenverteidiger an. „Ich will Fußballspielen und mache das, wo ich gebraucht werde“, sagt er. Die Position ist ihm egal. Wirkungsvoll ist er hier wie da.

Gegen Eddersheim könnte es gut sein, dass er seinen Platz im zentralen Mittelfeld neben – oder ein wenig vor – Maurice Fiolka wieder einnimmt. Wo er mit seiner Übersicht, Ballsicherheit und Handlungsschnelligkeit gut aufgehoben ist. Auch wenn er schon vier Gelbe Karten sah, so viel wie in den drei vorherigen Spielzeiten zusammen. „Im Mittelfeld geht es mehr zur Sache als bei den Außenverteidigern. Man ist mitten drin und muss auch mal ein taktisches Foul in Kauf nehmen“, sagt Szczygiel.

2012 hatte sich das aus Niederzwehren stammende Talent Mainz 05 angeschlossen und brachte es auf zwölf Einsätze in der Junioren-Bundesliga. Nach einem Jahr kehrte er zurück. Hat sich der Abstecher gelohnt? „Auf jeden Fall. Ich habe sportlich und privat viel Positives mitgenommen, habe mich fußballerisch entwickelt und in jungen Jahren schon allein gelebt.“ Zudem sei er „nah dran an meinem Kindheitstraum“ gewesen.

Die Hoffnung, noch etwas höherklassiger Fußball zu spielen, hat er nicht aufgegeben. Aber der Beruf steht im Mittelpunkt. Nach dem Fachabitur will Szczygiel nun bald eine Ausbildung beginnen, am liebsten bei der Polizei.

Zunächst einmal aber gilt es, nach zwei Auswärtsniederlagen mit dem FSC wieder zu punkten. Allerdings ist Eddersheim der erwartet erfolgreiche Aufsteiger. Der Meister der Verbandsliga Süd verstärkte sich, um nicht wie 2013 nach einjährigem Gastspiel aus der Hessenliga abzusteigen. Die Südhessen sind Sechster mit 14 Punkten aus neun Partien. Ihr Angreifer Turgay Akbulut führt die Torschützenliste mit zwölf Treffern an. Er erzielte damit nur einen weniger als die Mannschaft des FSC. Zudem ist Leonardo Bianco bester Vorbereiter der Liga. Trainer ist der frühere Eschborner Rouven Leopold.

Der Spieltag in der Fußball-Hessenliga

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