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Leicht nur auf dem Papier

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Von: Torsten Kohlhaase

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Jeden Moment hellwach sein: Die Baunataler, hier im Spiel gegen Stadtallendorf, haben mit dem Tabellenletzten SV Neuhof einen Gegner zu Gast, den sie nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfen.
Jeden Moment hellwach sein: Die Baunataler, hier im Spiel gegen Stadtallendorf, haben mit dem Tabellenletzten SV Neuhof einen Gegner zu Gast, den sie nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfen. © andreas fischer

Der KSV Baunatal schwebt weiter auf der Hessenliga-Erfolgswelle: Am Samstag geht es gegen Schlusslicht Neuhof, Trainer Tobias Damm warnt dennoch.

Elf Spiele ungeschlagen, eine gigantische Zahl. Nur noch drei Punkte beträgt für den KSV Baunatal der Rückstand auf Platz zwei, der in der Fußball-Hessenliga am Ende die Teilnahme an der Aufstiegsrunde ermöglichen würde. Beste Aussichten also für das Team von Trainer Tobias Nebe, das am Samstag vom Papier her eine leichte Aufgabe vor sich hat.

Ab 14.30 Uhr gastiert der Tabellenletzte aus Neuhof im Parkstadion. Wir haben für die VW-Städter fünf Gründe zusammengestellt, warum sie die Osthessen keinesfalls unterschätzen sollten.

1. Die Moral bis zum Schlusspfiff: Ein Tabellenletzter ist oft eine unbequeme Mannschaft. Zwar stehen bislang nur drei Siege auf dem Konto von Neuhof (zwei gegen die Steinbacher Teams sowie einer gegen Waldgirmes), trotzdem ist die Mannschaft immer auch für eine Überraschung gut. Am vorletzten Spieltag lag man 0:2 gegen die Reserve der Eintracht zurück und schlug am Ende noch zweimal zu. Fahrudin und Mirza Kovac (89., 90.+1) sorgten innerhalb kürzester Zeit dafür, dass es noch zum Punktgewinn reichte.

2. Die Historie als Warnung: Ja, sie könnte aus Sicht der Baunataler besser sein. Ein Sieg, zwei Unentschieden und eine Niederlage stehen zu Buche. 2019 gab es ein 1:1, 2020 dann einen 4:3-Erfolg. Nach einem 2:2 im Hinspiel der letzten Saison ging dann das Rückspiel mit 0:1 verloren. Die jüngere Vergangenheit spricht also eher für Neuhof.

3. Der Torjäger mit der guten Quote: Mirza Kovac spielte fast seine gesamte Karriere in der Heimat. Im Sommer 2021 wechselte er dann aus Bosnien-Herzegowina zum SV Neuhof. In dieser Saison brachte er es in 16 Hessenliga-Spielen auf acht Treffer. Heißt: Er ist statistisch in jedem zweiten Spiel erfolgreich. Beim 3:2-Erfolg gegen den SV Steinbach gelang ihm zwischen der 15. und 37. Minute sogar ein lupenreiner Hattrick.

4. Die starken Starter: Neben den drei Siegen hat Neuhof in sechs weiteren Partien jeweils 1:0 geführt. Gegen Eddersheim, Alzenau, Griesheim, Fernwald, Erlensee und Friedberg reichte es am Ende allerdings nicht zu drei Punkten. Trotzdem kann so ein 1:0 immer auch mal Rückenwind und Selbstvertrauen geben.

5. Das letzte Spiel als Mahnung: Klar, der FSV Fernwald ist ein ganz anderes Kaliber als Neuhof. Trotzdem lag der KSV Baunatal dort zuletzt 0:2 zurück, und es hätte laut Tobias Nebe auch 0:3 stehen können. Julian Berninger-Bosshammer (52.) und Nicolai Lorenzoni (57.), die derzeit angeschlagen sind (siehe Hintergrund), sorgten zwar noch für einen Punktgewinn und die Fortsetzung der Serie, doch darauf sollte man sich nicht in jedem Spiel verlassen.

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