Abstiegskampf und Corona-Sorgen

Fußball-Hessenliga: Für KSV Baunatal steht ein schweres Auswärtsspiel in Flieden an

Hart umkämpft: Auf die Baunataler um Kapitän Daniel Borgardt (rechts, hier im Hinspiel im Zweikampf mit Fliedens Nico Hohmann) steht morgen eine schwere Aufgabe auf dem Programm.
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Hart umkämpft: Auf die Baunataler um Kapitän Daniel Borgardt (rechts, hier im Hinspiel im Zweikampf mit Fliedens Nico Hohmann) steht morgen eine schwere Aufgabe auf dem Programm.

Na klar, rein rechnerisch hat der KSV Baunatal noch eine Chance, die Aufstiegsrunde in der Fußball-Hessenliga zu erreichen. Der Rückstand auf Platz fünf beträgt drei Spieltage vor dem Ende der Vorrunde drei Punkte.

Aber zum einen müsste die Mannschaft von Trainer Tobias Nebe dann noch vier Teams in der Tabelle überholen. Zum anderen haben die Nordhessen nur noch zwei Partien zu absolvieren, die meisten direkten Kontrahenten drei.

„An die Aufstiegsrunde verschwenden wir keine Gedanken mehr. Die Ergebnisse am letzten Wochenende haben uns knallhart auf den Boden geholt. Es geht jetzt noch darum, wichtige Punkte für die Abstiegsrunde zu holen“, sagt Nebe. Die erste Möglichkeit dazu hat der KSV morgen (14.30 Uhr) bei Buchonia Flieden, der als Tabellenzehnter wohl ebenfalls die Aufstiegsrunde verpassen wird.

Das Spiel wird für Baunatal kein einfaches Unterfangen – aus verschiedenen Gründen:

Die Corona-Sorgen

Die personelle Situation war bei den Baunatalern schon beim 1:1 im Heimspiel gegen Hanau vor einer Woche äußerst angespannt, als neun Spieler fehlten. Diesmal sieht es nicht besser aus. Zumal neben den vielen Verletzten jetzt noch drei Akteure ausfallen, die sich mit Corona infiziert haben – allesamt geimpft. Die Partie in Flieden soll stattfinden – Stand gestern Abend. „Wir testen uns vor jedem Training und halten in der Kabine Abstand. Aber wir haben dennoch ein ungutes Gefühl“, sagt Nebe.

Wenn beim KSV weitere Spieler in Quarantäne müssten, könnte die Partie aber noch kurzfristig verlegt werden. Laut Regularien des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) gilt: Wenn fünf Spieler eines Klubs, die bei der letzten Partie auf dem Spielberichtsbogen standen, in Quarantäne sind, kann der betroffene Verein die Spielabsetzung beantragen. Er muss es aber nicht. Ein weiterer Grund für eine Verlegung ist, wenn es bei einem Akteur einen positiven PCR-Test in den 24 Stunden vor dem Anpfiff gibt.

Die Situation

Die ist nicht einfach für den KSV, denn bisher hieß das Ziel Aufstiegsrunde, auf einmal ist der Abstiegskampf ein Thema. In dieser Saison wird es wohl sechs Absteiger geben. Wenn jetzt die Vorrunde beendet wäre, würden die Baunataler sogar auf einem Abstiegsplatz stehen. Zur Erinnerung: In die Abstiegsrunde werden nur die Ergebnisse gegen die Teams mitgenommen, die ebenfalls in diese müssen. „Es ist uns bewusst, dass es eine schwere Sache wird, gerade wenn man in einem Negativstrudel drin ist,“ sagt Nebe, der damit nicht die vergangenen Spiele meint, sondern die gesamte Saison. „Die Leistungen zuletzt waren nicht schlecht, aber Selbstvertrauen bekommt man durch die Ergebnisse.“ Und auf einen Sieg warten die Baunataler auch schon wieder seit vier Spielen.

Der Gegner

Die Fliedener sind nicht gerade der Lieblingsgegner der Baunataler. Im Gegenteil. Aus den vergangenen fünf Duellen holte der KSV nur einen Punkt und verlor viermal. „Ich habe mal geschaut, wann wir das letzte Mal in Flieden gewonnen haben: Das war 2012“, sagt Nebe. Warum sind die Osthessen so unangenehm zu spielen? „Sie kennen den Abstiegskampf, haben eine Riesenmentalität und sind kämpferisch stark. Auf dem schwer bespielbaren Boden wird das eine sehr harte Herausforderung für uns“, sagt Nebe. (Manuel Kopp)

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