Schmeer und Cakmak treffen

Fußball-Hessenliga: KSV Baunatal schlägt beim 2:0-Sieg in Steinbach spät zu

Den Ball behauptet: Baunatals Max Wilhelm (rechts) wird von Steinbachs Luca Uth bedrängt.
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Den Ball behauptet: Baunatals Max Wilhelm (rechts) wird von Steinbachs Luca Uth bedrängt.

Burghaun – Großer Jubel beim KSV Baunatal. Beim Auftakt der Fußball-Hessenliga beim SV Steinbach sah es lange Zeit so aus, als würde die Partie torlos enden. Aber dann schlugen die Baunataler Neuzugänge spät zu.

Erst traf Sebastian Schmeer, dann Hüseyin Cakmak – und die Nordhessen feierten ausgelassen den 2:0 (0:0)-Erfolg zum Saisonstart.

In Burghaun lief bei sommerlich-heißen Temperaturen die 89. Minute. Alles deutete auf ein 0:0 hin. Doch dann passierte es noch: Die Gastgeber klärten eine Abwehrsituation mit allerletzter Kraft nur unglücklich. Schmeer kam im Strafraum an den Ball, setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch – und schloss mit sattem Schuss zum 1:0 ab.

Danach war kein Halten mehr. Alle Baunataler samt Trainer und Betreuer feierten in einer Menschentraube zusammen den erlösenden Treffer. „Basti hat den Unterschied ausgemacht“, lobte KSV-Coach Tobias Nebe und fügte hinzu: „Es hat sich schon in den vergangenen Wochen gezeigt, dass wir eine unglaubliche Mentalität haben. Die Mannschaft hält zusammen, da jubelt jeder mit jedem.“ Was die Gäste nach dem 1:0 bewiesen.

Aber das sollte es noch nicht gewesen sein: Cakmak, der erst in dieser Woche zum KSV gewechselt war, erhielt im Strafraum ein Zuspiel, drehte sich, fackelte nicht lange und traf ebenso sehenswert in der Nachspielzeit zum 2:0.

Zuvor gab es beim Spiel in Osthessen nur wenige Möglichkeiten. „Wir hatten zwar mehr Spielanteile, aber man hat uns die Nervosität angemerkt“, sagt Nebe, der vermutet, dass bei dem einen oder anderen noch die Erinnerung an den Start in die vergangene Saison im Hinterkopf war. Zur Erinnerung: Damals verlor der KSV am ersten Spieltag zu Hause gegen Steinbach mit 1:4. „Wir sind auf Nummer sicher gegangen“, sagt Nebe.

Dabei mussten die Steinbacher einige Nackenschläge verkraften. Vor Spielbeginn musste Innenverteidiger Tom Wiegand passen, früh in der Partie erwischte es zusätzlich Nikolaj Zvekic und auch noch vor der Pause mit Lukas Hildenbrand einen anderen Innenverteidiger. „Die Jungs haben 90 Minuten lang gekämpft. Auch wir hatten unsere Chancen. Für ein Auftaktspiel war das eine gute Leistung“, lobte Steinbachs Trainer Petr Paliatka.

Die besseren Möglichkeiten hatten aber die Nordhessen. Wie beim Schuss von Schmeer kurz vor der Pause. Und dem Abschluss von Cakmak (62.), als SVS-Torwart Philipp Bagus den Ball stark hielt. Pech hatten die Gastgeber, als Homan Halimi per Kopf aus Nahdistanz nur die Latte traf (64.) – allerdings stand er im Abseits.

Die Gäste hatten die reifere Spielanlage, auch wenn es im letzten Drittel noch hakte. „In den ersten Spielen geht es nur darum, Punkte zu holen und Sicherheit zu bekommen“, sagte Nebe. Und das gelang dem KSV dank seiner Neuzugänge. (Manuel Kopp/Ralph Görlich)

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