Mit neun Neuzugängen in die Saison

Fußball-Hessenliga: KSV Baunatal steht vor einer Spielzeit ohne Derbys

Da geht’s lang: Trainer Tobias Nebe und der KSV Baunatal stehen vor einer ungewohnten Spielzeit in der Hessenliga.
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Da geht’s lang: Trainer Tobias Nebe und der KSV Baunatal stehen vor einer ungewohnten Spielzeit in der Hessenliga.

Keine Frage, es wird eine ungewohnte Saison für den KSV Baunatal. Aber das liegt nicht nur an der Ungewissheit aufgrund der Corona-Pandemie. Denn die Mannschaft von Trainer Tobias Nebe ist der einzige heimische Vertreter in der Fußball-Hessenliga. Das gab es schon lange nicht mehr.

Die Saison

„Diese Spielzeit wird anders“, sagt auch Trainer Nebe und fügt hinzu: „Allein schon, weil wir keine Highlightspiele wie die Derbys oder den DFB-Pokal haben.“ Aber gerade in diesen besonderen Partien war sein Team zuletzt immer stark. „Jetzt liegt es an uns, die Saison zu einem Highlight zu machen“, sagt der Coach. Als Ziel gibt Nebe einen Platz im oberen Tabellendrittel aus.

Aber den 38-Jährigen beschäftigen auch die möglichen Auswirkungen der Corona-Krise. „Beim Blick auf die Saison bin ich noch skeptisch.“ Zumal mit Hanau und Erlensee schon jetzt zwei Teams aus einem aktuellen Hotspot kommen. Zudem gebe es viele offene Fragen. Zum Beispiel: „Was passiert, wenn man gegen ein Team spielt, und später herauskommt, dass dieses einen Corona-Fall hatte?“

Die Neuzugänge

Den sieben Abgängen stehen neun Neue gegenüber. „Mit Dominik Schneider und Moritz Meuser haben wir zwei gestandene Hessenliga-Spieler geholt“, sagt der Trainer. Allerdings sind beide derzeit nicht fit. Meuser ist nach einem Kreuzbandriss im Aufbautraining, Schneider zog sich im Kreispokal einen Innenmeniskusriss zu. „Beide werden uns weiterhelfen, wenn sie wieder fit sind“, sagt Nebe. Zudem verpflichtete der KSV viele junge Akteure. „Es macht uns auch aus, dass wir junge Spieler aus der Region bei uns einbauen“, sagt Nebe. Dazu zählt Julian Berninger-Bosshammer, der in Lohfelden in der Saison 2018/19 Hessenliga-Luft schnupperte. Alexander Keilmann und Max Wilhelm kommen aus der eigenen Jugend, Justin Wieczorek aus der U 19 des KSV Hessen. Mit Max Stellbogen (19) und Kim Sippel (31) holte der KSV zudem einen talentierten und einen erfahrenen Torwart. Und dann ist da ja noch Felix Schäfer. Der Leistungsträger wechselte nach sechs Jahren in Baunatal im Sommer zum KSV Hessen. Aus beruflichen Gründen kehrte er nach einem Monat bei den Löwen aber zum Baunsberg zurück. „Sein Abgang hat mir sehr wehgetan, umso mehr freue ich mich, dass er wieder da ist“, sagt Nebe.

Die Vorbereitung

Die Baunataler legten eine gute Vorbereitung hin, blieben in allen Testspielen ungeschlagen. Darunter waren auch zwei Unentschieden gegen die Regionalligisten KSV Hessen (2:2) und Eintracht Stadtallendorf (1:1). Allerdings gibt es auch einen Dämpfer: die Verletztenliste. Neben Schneider und Meuser fielen zuletzt Wilhelm, Keilmann und Nico Schrader aus. „Es zeigt sich schon jetzt, wie gut es ist, einen großen Kader zu haben“, sagt der Coach.

Die Liga

„Ich glaube, es wird eine breite Spitze, aber keine Übermannschaft geben“, sagt Nebe. Dreieich und Fulda sind seine Topfavoriten, dahinter sieht er Eddersheim und Hadamar. „Im Keller wird es ein Hauen und Stechen geben. Ich hoffe, dass wir uns davon von Beginn an distanzieren können“, sagt Nebe. (Manuel Kopp)

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