Hessenligist verliert unnötig

KSV Baunatal unterliegt Dreieich 0:1 - Rückschlag und Rumoren

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Leichtfüßig: Baunatals Manuel Pforr (links) will im Heimspiel an Dreieichs Denis Talijan vorbeiziehen. 

Es war wie so häufig in dieser Saison: Der KSV Baunatal zeigte keine schlechte Leistung – im Heimspiel gegen den SC Hessen Dreieich sogar eine gute. Trotzdem unterlag der KSV mit 0:1.

Es war wie so häufig in dieser Saison: Der KSV Baunatal zeigte keine schlechte Leistung – im Heimspiel gegen den SC Hessen Dreieich sogar eine gute. Der Fußball-Hessenligist war das bessere Team, hatte mehr Chancen, aber am Ende standen die Gastgeber beim 0:1 (0:0) mit leeren Händen da. Außerdem rumort es im Verein, das wurde nach der Partie deutlich.

Das Rumoren

Bei der Pressekonferenz bedankte sich KSV-Trainer Tobias Nebe nach seiner Spielanalyse bei der Leitung der Fußball-Sparte und dem Fanklub Anno 01 für die Unterstützung. Er fügte aber hinzu, dass er diese vom Hauptverein häufig vermisse. Im Anschluss ergriff Willi Nebe als Ressortleiter Sport der Fußball-Abteilung das Mikrofon: „Ich habe bei so einem wichtigen Spiel wie gegen Dreieich die Verantwortlichen des Hauptvereins vermisst, obwohl es finanziell das erfolgreichste Jahr der Fußball-Abteilung seit Jahrzehnten war.“ Es ist offensichtlich, dass es zwischen Fußball-Abteilung und Hauptverein finanzielle Unstimmigkeiten gibt. „Es könnten heiße Weihnachten werden“, sagte Willi Nebe zum Abschluss.

Der Rückschlag

Zuvor gab es für die Baunataler einen bitteren Rückschlag. Nach zuletzt zwei Siegen und eines vor allem in der ersten Halbzeit starken Auftritts gegen Dreieich, unterlag der KSV. Das Fazit von Gäste-Trainer Lars Schmidt überraschte nicht: „Es war ein glücklicher Sieg für uns. Die Baunataler haben heute viele Chancen liegen gelassen.“ Dem stimmte KSV-Coach Nebe zu: „Wir waren sehr gut im Spiel, auch mit der kämpferischen Komponente bin ich zufrieden.“

Eine Woche nach dem 2:0-Erfolg in Dreieich traten die Baunataler im Rückspiel selbstbewusst auf, und versprühten trotz des tiefen Bodens im Parkstadion Spielfreude. Nur eins fehlte zur Pause: das Tor. Daniel Borgardt (5. Minute), Manuel Pforr (14.), Fatih Üstün (19.), Janik Szczygiel (34.) und Rolf Sattorov (39.) verpassten die Führung jeweils nur knapp.

Die von Verletzungen gebeutelten Dreieicher konzentrierten sich in der ersten Hälfte nur auf die Defensive. Nach der Pause gestalteten die Gäste die Partie ausgeglichener, blieben im Angriff aber harmlos. Bis zur 75. Minute: Nach einer Flanke von Mateusz Malkiewicz kam Enis Bunjaki im Strafraum zum Abschluss und nutzte die erste und einzige Großchance der Gäste zum 1:0.

Die Baunataler waren nicht geschockt und erspielten sich weitere Möglichkeiten, aber nutzten diese erneut nicht. Die beste Chance hatte Pforr: Nach einer Flanke von Patrick Krengel ging dessen Volley-Dropkick aus fünf Metern aber knapp über das Dreieicher Tor (84.). So blieb es beim 0:1.

„Nach zuvor zwei Siegen war es heute ein bitterer Jahresabschluss für uns“, sagte Pforr. „Ich kann der Mannschaft heute aber keinen Vorwurf machen. Es war eine unnötige Niederlage. Wir haben in den letzten Wochen eine super Reaktion gezeigt und bewiesen, dass wir nicht dahin gehören, wo wir derzeit stehen.“

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