Hessenliga-Derby KSV gegen KSV

Vor dem Derby - Teamvergleich zwischen Baunatal und KSV Hessen

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Unser Experte: Mario Deppe vergleicht den KSV Baunatal mit dem KSV Hessen.

Kassel. Derby-Tag im Parkstadion: Um 15 Uhr beginnt am Samstag das Spiel der Hessenliga zwischen dem KSV Baunatal und dem KSV Hessen Kassel. Wir haben die Teams verglichen.

Großer Derby-Tag im Parkstadion: Um 15 Uhr beginnt das Spiel der Fußball-Hessenliga zwischen dem KSV Baunatal und dem KSV Hessen Kassel. KSV gegen KSV – das ist ein besonderes Duell für Nordhessen. Beide Kontrahenten stehen in der Tabelle gleichauf. Gibt es trotzdem einen Favoriten? Wer könnte diese Frage besser beantworten als Mario Deppe? Der langjährige Trainer der OSC Vellmar vergleicht für uns die Teams.

DIE TORHÜTER

Deppes Einschätzung: Baunatals Pascal Bielert ist talentiert. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass er in Derbys über sich hinauswächst. So weit wie Niklas Hartmann ist er aber trotzdem noch nicht. Niklas ist dank der Regionalliga-Erfahrung deutlich gereift und ein starker Torhüter geworden. Er ist der Rückhalt der KSV Hessen.

Fazit: Vorteil Kassel

DIE ABWEHR

Deppes Einschätzung: In Mario Wolf haben die Gastgeber einen echten Führungsspieler in der Defensive. Mit Maximilian Blahout hat sich Baunatal auch sinnvoll verstärkt. Er ist ein echtes Talent. Das ist insgesamt ein starker Verbund in der Defensive.

Der KSV Hessen hat zwar anfangs wenig Gegentore kassiert, wirkt insgesamt auf mich aber in der Abwehr etwas improvisiert. Sergej Evljuskin ist ein sehr guter Spieler, gehört für mich aber ins Mittelfeld. Der Ausfall von Tim-Philipp Brandner wiegt schwer. Insgesamt ist Kassels Abwehr zu unerfahren. Deshalb:

Fazit: Vorteil Baunatal

DAS MITTELFELD

Deppes Einschätzung: Was bei den Baunatalern Mario Wolf ist, ist bei Kassel Frederic Brill. Seine Erfahrung und seine Präsenz sind ungeheuer wichtig für die Löwen. Trotzdem muss Baunatal sich hier nicht verstecken. Malte Grashoff ist im Mittelfeld das Gegenstück zu Brill, hält das Spiel der Gastgeber zusammen. Dazu bringen Felix Schäfer und Jonas Springer richtig viel Talent mit. Sie stehen Adrian Bravo Sanchez und Maik Baumgarten jedenfalls nicht viel nach. Das wird sehr interessant sein, wer hier seine Qualitäten besser ausspielen kann.

Fazit: Ausgeglichen

DER ANGRIFF

Deppes Einschätzung: Manuel Pforr ist wieder fit, das ist ganz wichtig für die Mannschaft von Tobi Nebe. Und Nico Schraders Qualitäten sind unbestritten. Dazu kommt mit Rolf Sattorov eine starke Alternative. Allerdings lassen die Baunataler oft sehr viele Chancen liegen.

Sebastian Schmeer ist da natürlich erfahrener und effektiver. Er hat den Instinkt. Von seinen Nebenleuten kann aber mehr kommen. Marco Dawid hat wie Schrader ein tolles Tempo. Er muss aber viel häufiger das Eins-gegen-Eins suchen. Da fehlt mir manchmal Entschlossenheit.

Fazit: Ausgeglichen

DAS SPIEL

Deppes Einschätzung: Ich bin sehr gespannt. Das wird ein packendes Derby. Für den KSV Hessen war es schon gegen Lohfelden nicht einfach. Baunatal ist noch einmal ein anderer Gegner. Die Mannschaft ist sinnvoll verstärkt worden. Sie wird sich diesmal auch deshalb dauerhaft unter den ersten Fünf halten.

Der Vorteil der Gastgeber gegenüber den Löwen ist die größere Tiefe im Kader. Baunatal hat die bessere Bank. Trainer Tobi Nebe besitzt da mehr Alternativen als sein Gegenüber Tobias Cramer. Kassels Trainer hat eine erste Elf, die natürlich jedes Spiel für sich entscheiden kann. Aber Cramer kann eben nur Nachwuchsleute einwechseln. Die Gäste werden natürlich von den Tribünen deutlich mehr Unterstützung bekommen. Das kann ihnen helfen. Entscheidender wird trotzdem sein, wer den Derby-Charakter besser annimmt. Baunatal läuft da manchmal Gefahr, zu überdrehen.

Beim Derby des KSV Hessen gegen Lohfelden habe ich mit meinem 2:2-Tipp daneben gelegen. Diesmal bin ich absolut überzeugt: Deppes Tipp: 2:2

Unser Experte 

Mario Deppe (50) stammt aus Heiligenstadt. Vereine als Spieler: Motor Heiligenstadt, Rot-Weiß Erfurt, KSV Hessen Kassel, FSC Lohfelden, OSC Vellmar. Von 2007 bis 2018 trainiert er den OSC Vellmar. Der Bankkaufmann lebt in Vellmar und arbeitet bei der Kasseler Sparkasse. Er hat einen Sohn und ist ledig.

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