Lohfelden jubelt, Baunatal bedient

Überraschung beim Hessenliga-Derby: Lohfelden besiegt KSV Baunatal mit 3:0

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Typische Szene an diesem Derbyabend im Parkstadion: Die Lohfeldener feiern, in diesem Fall Okan Gül (von links), Mounir Boukhoutta, Janik Szczygiel sowie Enis Salkovic, und Baunatals Felix Schäfer lässt nach dem 1:0 des FSC den Kopf hängen.

Baunatal. Der FSC Lohfelden gewinnt das Derby in der Fußball-Hessenliga beim KSV Baunatal 3:0 und entführt drei Punkte aus dem Parkstadion. 

Zwei Rote Karten und ein Überraschungssieger: Im Nordhessenderby der Fußball-Hessenliga setzte sich nicht etwa der Tabellenvierte KSV Baunatal durch, sondern der Gast vom FSC Lohfelden behauptete sich mit 3:0 (1:0) im Parkstadion. Noch dazu verlor der KSV zwei Spieler durch Platzverweise – weshalb es auch ein gebrauchter Tag für die VW-Städter wurde. Dagegen freuten sich die Lohfeldener über einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf.

Die Partie begann etwas schleppend – aber dann kam die achte Minute. Lohfeldens Nasuf Zukorlic erkämpfte sich bei einem Laufduell in der eigenen Hälfte den Ball. Nach Konter über Daniel Beyer und Janik Szczygiel prüfte Enis Salkovic den KSV-Schlussmann Pascal Bielert. Ein Vorgeschmack auf das, was die Gastgeber noch einige Male im ersten Abschnitt erwarten sollte. Denn der FSC war giftig, presste früh und schaltete nach Ballgewinnen blitzschnell um.

Das 1:0 der Gäste resultierte aus einem platzierten Schuss des früheren Baunatalers Szczygiel aus 17 Metern Entfernung. 240 Sekunden später luchste Zukorlic wieder einem KSV-Akteur das Leder ab. Sein anschließender Schlenzer wurde aber eine sichere Beute für Bielert. Der Keeper stand auch bei einem Schuss von Beyer in der 29. Minute im Blickpunkt, den die Nummer eins aber glänzend parierte.

Und seine Vorderleute? Also echte Chancen verzeichnete der Favorit im ersten Abschnitt nicht. Zweimal fiel das Team von Coach Tobias Nebe auf – und das negativ: Maximilian Blahout sah nach Foul an Maurice Fiolka die Gelbe Karte (31.), Jonas Springer nach rüdem Einsteigen gegen denselben Akteur sogar den Roten Karton (36.). Mehr als eine Hälfte mit einem Mann weniger – ob da noch was für die Platzherren geht?

Die Hoffnung auf eine erfolgreichere zweite Hälfte lebte nach dem Wechsel exakt acht Minuten. Dann hatte der KSV einen weiteren Spieler durch Platzverweis verloren und den nächsten Gegentreffer kassiert. Fatih Üstün musste nach Foul an Zukorlic runter (50.), und der Gefoulte besorgte selbst gegen eine unsortierte Baunataler Abwehr das 2:0 für den vermeintlichen Außenseiter (53.). Mehr als eine Vorentscheidung.

In zweifacher Überzahl ließen die Lohfeldener den Ball in den eigenen Reihen laufen. Nicht immer schön anzuschauen für die 500 Zuschauer, aber auch durchaus nachzuvollziehen, weil der FSC kein Risiko mehr eingehen musste. Nur hin und wieder überbrückte der Tabellen-15. mal schnell das Mittelfeld und war dann auch einem weiteren Torerfolg nahe. Szczygiel (69.) scheiterte allerdings ebenso an Bielert wie Zukorlic (73.), der nach Flanke des eingewechselten Admir Saric mit dem Kopf sein Glück versuchte.

Trotz der Dezimierung hatte Baunatal noch eine Riesenchance. Dribbling Felix Schäfer, Querpass auf Nico Möller – dessen Ball klärt Beyer auf der Linie (79.). Kurz darauf hätte es aber schon auf der Gegenseite klingeln können. Zukorlic brachte das Leder nicht an Bielert vorbei, und Mounir Boukhoutta hatte mit einem abgefälschten Kopfball an die Querlatte Pech. Doch der FSC holte Versäumtes rasch nach: Tjarde Bandowski ins lange Eck zum 3:0. Die Mannschaft von Coach Alfons Noja jubelte, der Gegner war bedient.

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