Immer voll dabei

Marko Utsch ist angekommen beim OSC Vellmar – Samstag gegen Waldgirmes

Stand in jedem Spiel auf dem Platz: Vellmars Angreifer Marko Utsch wird auch am Samstag im Heimspiel gegen Waldgirmes mimischen. Foto: Fischer

Vellmar. „Am Anfang war das eine Katastrophe. Da habe ich nur läuferisch an den Spielen teilgenommen“, redet Marko Utsch Klartext, wenn es um seine ersten Hessenliga-Partien mit den Fußballern des OSC Vellmar geht. Verwunderlich waren die Probleme nicht, denn der 24-Jährige kam von Gruppenligist SG Calden/Meimbressen. Vor dem Heimauftritt gegen den SC Waldgirmes (Samstag, 14.30 Uhr, Am Schwimmbad) scheint Utsch angekommen.

Die Anpassung

Einfach war die Anpassung für den Angreifer nicht. Zwei Klassen musste er überspringen. „Ich fühlte mich fehl am Platze. Es hat zwölf Spiele gedauert, bis ich für die Mannschaft tauglich war“, blickt er zurück. Vor allem beim Stellungsspiel habe es gehapert. „Jetzt muss ich noch am Zweikampfverhalten arbeiten und im Spiel Mann gegen Mann besser werden“, sagt Utsch.

stärken und Schwächen

Zu seinen Stärken zählt er Schusstechnik und Schnelligkeit. In allen 18 Partien des OSC stand er auf dem Platz und traf sechsmal ins gegnerische Tor. Zuvor bei seinem Heimatverein SG Calden/Meimbressen hatte es Utsch seit 2012 auf 51 Treffer gebracht. Dort allerdings kam er über den Flügel, während er in Vellmar zunächst als Spitze auflief. „Allein als Einziger gegen vier, das hat mir nicht so behagt“, sagt er und freut sich, dass er inzwischen wieder auf der Außenbahn seine Schnelligkeit ausspielen kann.

Der Wechsel

Schon früher hatte sich der OSC um den Angreifer bemüht. „Das ging aber nicht wegen meiner Wochenendarbeit“, sagt der Elektriker und lobt seine Kollegen im Mercedes-Achswerk: „Sie haben mit mir getauscht und meine Dienste übernommen und damit den Wechsel ermöglicht.“ Einfach so? „Na ja, ein Essen musste ich schon ausgeben.“

Bereut hat es Utsch bisher nicht, dass er die Herausforderung angenommen hat. Trotz der misslichen Lage im Tabellenkeller. „Ich wollte den Sprung unbedingt machen und neue Erfahrungen sammeln“, betont er. Auch wenn er natürlich hoffte, dass seine erste Hessenligasaison sportlich unter einem besseren Stern stehen würde.

Der Druck

Wie aber empfindet Utsch jenen viel beschworenen Druck im Abstiegskampf? „Vor dem Spiel und wenn wir auf den Platz gehen, spüren wir ihn kaum. Er kommt aber im Spiel, wenn wir ein Gegentor kassieren oder selbst vorn keine Chance bekommen“, berichtet Utsch. Doch die Mannschaft stellte sich darauf ein: „Wie zum Beispiel in Neu-Isenburg, als wir zweimal zurücklagen und noch einen Punkt holten. Wir machen einfach weiter, legen noch eine Schippe drauf und stecken nicht mehr wie zuvor den Kopf in den Sand.“

Das Spiel

In dieser Woche konnte Marko Utsch wegen der Arbeit nicht trainieren. „Zumindest nicht mit dem Ball am Fuß. Laufen war ich schon“, sagt er und gibt sich für die Partie gegen den Tabellenvierten kämpferisch: „Nachdem wir jetzt dreimal nicht verloren haben, ist es Zeit für den ersten Heimsieg. Unsere Fans sollen schließlich was zu sehen bekommen.“

Von Wolfgang Bauscher

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