Gegentor erinnert an Treffer von Sadio Mané

Niederlage trotz 2:0-Führung: KSV Baunatal verliert bei Buchonia Flieden 

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Umkämpft: Die Baunataler (von links) Torben Ludwig, Balcan Sari und Daniel Borgardt stoppen Fliedens Luca Gaul. 

Flieden. Der KSV Baunatal hat wenige Tage nach dem Einzug ins Hessenpokalfinale einen Rückschlag hinnehmen müssen. Bei Buchonia Flieden verlor der Fußball-Hessenligist trotz einer Zwei-Tore-Führung.

Am Ende gingen dem KSV Baunatal die Kräfte aus. Nachdem die Nordhessen am Dienstag nach einem 6:4-Erfolg nach Elfmeterschießen gegen den FC Gießen ins Hessenpokalfinale eingezogen waren, mussten sie sich nun bei Buchonia Flieden 2:3 (2:1) geschlagen geben.

Der Fliedener Siegtreffer zum 3:2 erinnerte an das Tor von Liverpools Sadio Mané in der Champions League gegen den FC Bayern: Wie Manuel Neuer kam Baunatals Keeper Pascal Bielert nach einem langen Ball aus dem Tor, konnte sich gegen Schaub aber nicht durchsetzen. Der blieb eiskalt, umkurvte Bielert und markierte von der linken Strafraumkante den kaum noch für möglich gehaltenen Siegtreffer (80.).

KSV kommt gut ins Spiel

Die Gäste kamen wesentlich besser in die Partie, von Müdigkeit nach den 120 Hessenpokal-Minuten gegen Gießen war zunächst nichts zu sehen. So dauerte es nur drei Minuten, bis Thomas Müller die erste Unaufmerksamkeit in der Fliedener Hintermannschaft ausnutzte: Eine präzise Flanke von Felix Schäfer verwertete Müller aus kurzer Distanz per Kopf.

Der KSV blieb auch in der Folge am Drücker, Müller scheiterte mit einem Freistoß am Pfosten. Manuel Pforr machte es in der 28. Minute schließlich besser. Er traf nach einer Flanke von Patrick Krengel – das 2:0 war zu diesem Zeitpunkt hochverdient. 

Anschlusstreffer kurz vor der Pause

Die Buchonen steckten aber nicht auf und kamen kurz vor der Pause noch zum Anschlusstreffer: Nach einer Ecke von Schaub schoss Nico Hohmann von der Strafraumgrenze. Beim Versuch, den Schuss zu klären, fälschte Müller den Ball ins eigene Tor ab (41.).

Nach der Pause machte Flieden da weiter, wo es im ersten Durchgang aufgehört hatte: Schaub brachte den Ball von links in den Strafraum, Marc Röhrig markierte den Ausgleich (47.). 

Im Anschluss an das 2:2 verflachte die Partie etwas. Die Hausherren hatten keine weiteren Chancen. Den Gästen waren die fehlenden Kräfte aber anzumerken, was Schaub in der 80. Minute mit seinem sehenswerten Treffer schließlich noch ausnutzte.

Beim Ausgleich "haben wir gepennt"

„Natürlich sind wir enttäuscht. Wir sind hergekommen, um zu gewinnen. Die kämpferische Leistung hat aber absolut gepasst, auch die 2:0-Führung war verdient“, sagte KSV-Coach Tobias Nebe: „Lediglich beim Ausgleichstreffer haben wir gepennt, das Tor darf so niemals fallen.“ 

Am Ende sei es trotzdem ärgerlich, mit leeren Händen dazustehen. „In Flieden holen wir traditionell wenig Punkte, das war heute nicht die erste Niederlage hier“, sagt Nebe.

Von Ralph Görlich

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