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Jahresabschluss ohne den Chef

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Von: Torsten Kohlhaase

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Mit vereinten Kräften: Die Baunataler (von links) Patrick Krengel, Maximilian Blahout und Leon Recker stoppen den Frankfurter Zubayr Amiri (im schwarzen Trikot) im Hinspiel. Heute steht das Rückspiel an.
Mit vereinten Kräften: Die Baunataler (von links) Patrick Krengel, Maximilian Blahout und Leon Recker stoppen den Frankfurter Zubayr Amiri (im schwarzen Trikot) im Hinspiel. Heute steht das Rückspiel an. © Dieter Schachtschneider

Zum Jahresabschluss wird es noch einmal kalt und ungemütlich für den KSV Baunatal. Zur späten Anstoßzeit um 20 Uhr trifft der Fußball-Hessenligist heute in Dreieich auf die Reserve von Eintracht Frankfurt.

Dabei wird einer fehlen, der sonst immer an der Seitenlinie steht: Tobias Nebe. Die Grippewelle hat auch den Trainer der VW-Städter nicht verschont, sodass er sich aus der Ferne auf dem Laufenden halten muss. Ihn vertreten wird Co-Trainer Christoph Pforr, der vor Ort zudem von Manuel Pforr und Dominik Schaumburg unterstützt wird.

„Ich glaube, dass ich zum letzten Mal vor sechs Jahren ein Spiel als Trainer verpasst habe. Da es mich aber ziemlich erwischt hat, steht es außer Frage, dass ich zu Hause bleiben muss“, sagt Nebe, der sich eigentlich auf die Partie bei den Südhessen gefreut hatte: „Wir spielen auf einem tollen Rasenplatz im Stadion, da wäre ich natürlich gern dabei gewesen.“ Zudem hatte sich der Coach bereits mit dem ehemaligen Baunataler Sören Gonther verabredet, der sich die Partie ebenfalls anschauen wollte.

Doch daraus wird nun nichts. Stattdessen muss es das Team ohne ihren Trainer richten. „Der Rhythmus ist derzeit so ein bisschen das Problem. Zwei Spiele sind zuletzt ausgefallen, dann wurde das Training durch den Schneefall erschwert“, erklärt Nebe, dessen Mannschaft nach der Serie von zwölf ungeschlagenen Spielen Ende November mit 0:1 gegen Griesheim verloren hatte. Die Heimspiele gegen Eddersheim und gegen Alzenau fielen den Witterungsbedingungen zum Opfer.

Doch was ist heute drin zum Jahresausklang bei der Eintracht? „Das 1:1 im Hinspiel war sicher eines unserer stärksten Spiele in dieser Saison. Mittlerweile stehen die Frankfurter an der Tabellenspitze und werden uns wieder alles abverlangen. Was das Personal angeht, haben sie einen sehr konstanten Kader, auch wenn jetzt fünf oder sechs Spieler mit der ersten Mannschaft auf Japan-Reise waren“, berichtet Nebe. Fünf Siege in Folge und 65:22 Tore sprechen eine deutliche Sprache.

Für Nebes Team bedeutet das aber nicht, sich ausnahmslos hinten reinzustellen. „Das können und wollen wir gar nicht. Sicher wird es Phasen geben, in denen wir tiefer stehen müssen, aber wir wollen genauso gut unser Spiel machen“, sagt der Trainer. Personell hat er ein paar Ausfälle zu beklagen. Felix Schäfer fehlt nach seiner Operation genauso wie Nicolai Lorenzoni, der sich neben einer Gesichts- auch noch eine Rippenprellung zugezogen hat. Leon Recker ist aufgrund einer Sprunggelenksverletzung ebenfalls nicht dabei. Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Leon Lindenthal, der sich zuletzt krank abgemeldet hat, und Patrick Krengel, der beruflich in Nürnberg weilt und noch nicht weiß, ob er es zeitlich schafft.

Und zumindest eine Sache könnte Tobias Nebe heute Abend doch aufheitern: Statt kalt und ungemütlich dürfte es auf der heimischen Couch zumindest angenehm warm sein. Allerdings sollten dann auch die Wasserstandsmeldungen aus Dreieich positiv ausfallen.

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