Hessenligist Baunatal spielt 1:1

KSV Baunatal: Üstüns Elfmetertor bringt einen Punkt gegen Fernwald

Einen Schritt schneller: Baunatals Torschütze Fatih Üstün (rechts) ist vor Fernwalds Julian Bender am Ball.
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Einen Schritt schneller: Baunatals Torschütze Fatih Üstün (rechts) ist vor Fernwalds Julian Bender am Ball.

Sie hatten gehofft, ihren Platz unter den ersten Fünf mit einem Sieg zu untermauern und den Abstand zur zweiten Tabellenhälfte auszubauen. Das gelang den Hessenliga-Fußballern des KSV Baunatal nicht. Gegen den FSV Fernwald mussten sie sich im heimischen Parkstadion mit einem 1:1 (1:1)-Unentschieden begnügen.

„Ich weiß noch gar nicht, ob ich mich über den Punkt freuen oder traurig sein soll, dass es keine drei wurden“, sagte Tobias Nebe nach dem Abpfiff. Die Unsicherheit des Baunataler Trainers war nachvollziehbar. Seine Mannschaft hatte in der ersten Halbzeit etwas mehr vom Spiel, ohne voll zu überzeugen. So dauerte es bis zur 27. Minute, ehe Angreifer Hüseyin Cakmak zum ersten Abschluss der Gastgeber kam. Sein Schuss aus der Drehung war allerdings zu harmlos. Auf der anderen Seite musste Jonas Labonte im Baunataler Kasten kurz vor dem Wechsel erstmals parieren, der Schuss kam zudem aus Abseitsposition (41.).

Da führte der KSV bereits 1:0. Hatte der Unparteiische nach einer Fernwalder Abwehraktion gegen den durchgebrochenen Manuel Pforr zunächst kein Foulspiel gesehen (10.), so entschied er bei einer ähnlichen Rettungstat des FSVers Deniz Vural gegen Cakmak auf Strafstoß. Fatih Üstün verwandelte sicher (39.). Übel für die Gäste, dass zudem ihr Kapitän Louis Goncalves verletzt vom Platz musste (38.). Und es hätte noch dicker für die Mittelhessen kommen können. Eine Kopfballvorlage von Jonas Springer brachte Pforr aus kurzer Distanz jedoch nicht im Tor unter. „Schade. Der Ball hatte starken Drall, ich konnte ihn nicht kontrollieren und habe keinen Druck drauf bekommen“, sagte der Angreifer.

Anstatt mit einem 0:2 in die Pause zu gehen, glichen die Gäste sogar noch aus. Yannis Grönke zirkelte einen Freistoß aus rund 30 Metern ins untere linke Toreck (45.+3). „Ganz klar, das  war meiner. Ich habe falsch spekuliert und hätte vielleicht weniger Leute in die Mauer stellen sollen. Wir wollten heute mehr, deshalb ist so ein Ei bitter“, sagte KSV-Torhüter Labonte.

Bis zum Wiederanpfiff hatte der 19-Jährige den Ärger über sich selbst überwunden. Vor allem in der Schlussphase parierte er mehmals großartig und rettete den Punkt. Den Baunatalern gingen nach den vielen Partien der letzten Wochen allmählich die Kräfte aus, gefährliche Aktionen brachten sie selbst nicht mehr zustande.

„In der ersten Hälfte haben wir es ganz ordentlich gemacht, waren diszipliniert und hatten ein gutes Positionsspiel. Nachher gab es hinten Unordnung, da haben wir zu viel zugelassen“, sagte Nebe.

Etwas Positives gab es dann doch noch für sein Team: Die Verletztenliste wurde nicht noch länger und nach dem Kreispokalduell am Mittwoch in Vollmarshausen ist es am Wochenende spielfrei. (Wolfgang Bauscher)

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