Hessenliga: Der FSC trifft auf den Regionalliga-Absteiger Watzenborn-Steinberg

Lohfelden hat es schwer

Aus dem Blick verloren: Auf unserem Archivbild sucht Serdar Bayrak den Ball. Am Samstag gegen Watzenborn-Steinberg wollen die Lohfeldener das Spielgerät aber immer im Visier haben. Foto: Schachtschneider

Lohfelden. Eine größere Herausforderung gibt es in der Fußball-Hessenliga nicht. Der FSC Lohfelden trifft am Samstag auf den SC Watzenborn-Steinberg, der in der Dreiklassengesellschaft Hessenliga neben dem SC Hessen Dreieich und dem FC Bayern Alzenau zum kleinen Kreis der Titelanwärter zählt. Das Spiel wird um 15 Uhr im Nordhessenstadion angepfiffen.

Und es ist kein Widerspruch, dass die Gäste aus Pohlheim im Landkreis Gießen derzeit in der Tabelle nur auf dem sechsten Platz rangieren und schon acht Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter TSV Lehnerz aufweisen. Die Saison ist noch lang. Beim kürzlichen 7:1-Sieg in Vellmar überzeugten die Mittelhessen vor allem in der Offensive. Spielmacher Timo Cecen sowie die Stürmer Damjan Marceta, Markus Müller und Abdenour Amachaibou waren vom OSC nicht zu stoppen.

Das heißt aber nicht, dass der FSC die Partie schon vor dem Anpfiff verloren gibt. Otmar Velte setzt gar darauf, dass die spielerisch starken Gäste seiner Mannschaft besser liegen als beispielsweise Buchonia Flieden und Viktoria Griesheim. Gegen diese spielerisch limitierten Kontrahenten gab es in den beiden jüngsten Begegnungen insgesamt nur einen Punkt. „Unsere Stärke ist das Umschaltspiel“, sagt Lohfeldens Trainer, der weiß, dass spielerisch starke Akteure ihre defensiven Aufgaben nicht so gern erfüllen. Also rechnet Velte insgeheim damit, dass sich der Regionalliga-Absteiger auskontern lässt.

Fußballtrainer lassen sich nur ungern in die Karten gucken, aber Velte will nicht ausschließen, dass er seine Mannschaft ein wenig defensiver einstellen wird als in einem ganz normalen Hessenligaspiel.

So könnte es sein, dass Enis Salkovic als einzige Spitze aufläuft, während ein Fünf-Mann-Mittelfeld die Räume eng machen soll. Allerdings gibt es für Lohfeldens Trainer im offensiven Bereich jede Menge Alternativen. Serdar Bayrak brennt auf seinen Einsatz, und auch die beiden neuen jungen Stürmer sind auf einem guten Weg, obwohl sie den für sie riesigen Sprung in die Hessenliga natürlich noch nicht hundertprozentig geschafft haben. Serkan Aytemür hat in der vergangenen Saison noch in der Kreisoberliga gekickt, während Hüseyin Cakmak aus der Jugend-Verbandsliga kommt.

Veltes Optimismus ist also trotz der schwierigen Aufgabe nicht unbegründet. Lohfeldens Trainer weiß aber auch: „Wenn wir einen Punkt holen wollen, brauchen wir ein bisschen Glück.“

Von Gerd Brehm

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