Fußball-Verbandsliga: Respekt ja, Angst nein

CSC 03 Kassel am Sonntag zu Gast in Kaufungen

Des einen Leid ist des anderen Freud: Während Defensivspieler Tim Metzner (links) beim CSC 03 wegen einer Rotsperre fehlen wird, hofft Kaufungens Offensivkraft Tobias Boll darauf, die geschwächte Viererkette überwinden zu können. Foto: Schachtschneider/Malmus

Kassel. Es ist Derby-Zeit. In der Fußball-Verbandsliga em-pfängt am Sonntag (14.30 Uhr) der SV Kaufungen 07 den Lokalrivalen CSC 03 Kassel. Bereits im September waren die Rothosen und der Aufsteiger das erste Mal aufeinandergetroffen.

2:2 ging die Partie damals aus, aber ein Unentschieden soll es nach dem Willen der beiden Trainer beim Rückspiel auf dem Kunstrasenplatz im Kaufunger Lossetalstadion nicht mehr geben. Wir blicken auf die aktuelle Situation bei beiden Vereinen: SV Kaufungen

Es gibt Ausfälle zu verzeichnen. Kaufungens Trainer Jörg Müller muss am Sonntag auf Cedric Dziabas (Rotsperre) und Kevin van der Veen (Gelb-Rot-Sperre) verzichten. Damit aber nicht genug. Niclas Thöne (Kreuzbandriss) fällt genauso aus wie Miguel Schneppe (muskuläre Probleme) und Marvin Steube (Patellasehne). Eigentlich reichlich Grund zur Sorge für den Kaufunger Übungsleiter, aber der sieht das ganz anders: „Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass sich die Spieler zusammenreißen, wenn es viele Ausfälle gibt“, sagt Müller. Und auch an Selbstbewusstsein fehlt es dem 59-Jährigen nicht: „Wir spielen nicht, um Schadensbegrenzung zu betreiben, sondern um die drei Punkte in Kaufungen zu behalten.“

Dafür sollen nach Müllers Vorstellung bei den Kaufungern Niklas Todt, Gerrit Mewes und René Pritsch zusätzliche Verantwortung übernehmen.

Ansonsten wünscht sich der Trainer von seinen Spielern, dass diese die zuletzt gezeigten Abwehrfehler minimieren. Mit den bisher erreichten 23 Punkten und dem zehnten Tabellenplatz ist der Trainer allerdings zufrieden.

CSC 03 Kassel

Platz fünf in der Tabelle, 23 Punkte und immer noch die Hoffnung, vielleicht in der kommenden Saison eine Klasse höher zu spielen. Das ist ein Teil der aktuellen Lage beim CSC 03. „Damit bin ich durchaus zufrieden. Vor allem, weil wir keinen besonderen Start in die Saison hingelegt haben“, sagt Lothar Alexi. „Natürlich haben wir Respekt vor unseren Gastgebern, aber von Angst kann keine Rede sein“, sagt der Trainer weiter. Das Unentschieden im Hinspiel sei leistungsgerecht gewesen, aber am Sonntag soll das anders werden, hofft der 61-Jährige auf einen Sieg.

Verzichten muss Alexi dabei auf Tim Metzner, der eine Rotsperre absitzen muss und in der Viererkette fehlt. Im Sturm fehlt Igor Radisavljevic, der zurzeit aus privaten Gründen in seiner Heimat Serbien weilt. Den Fokus sollen seine Spieler vor allem auf den Kaufunger Tobias Boll legen: „Der ist als Offensivkraft das Herzstück der Mannschaft. Ihn müssen wir zustellen.“

Von Martin Scholz

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