Fragen und Antworten

So geht es in der Fußball-Hessenliga nach der Winterpause weiter

Leidensgenossen: Sowohl Baunatals Fatih Üstün (links) als auch Alzenaus Star Jose Holebas müssen in der Abstiegsrunde antreten.
+
Leidensgenossen: Sowohl Baunatals Fatih Üstün (links) als auch Alzenaus Star Jose Holebas müssen in der Abstiegsrunde antreten.

Die Vorrunde in der Hessenliga ist rum. Die Fußballer sind in der Winterpause, erst im März geht es in Aufstiegs- und Abstiegsrunde weiter. In Letzterer muss dann auch der KSV Baunatal antreten.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu den Entscheidungen, die in dieser ersten Saisonphase gefallen sind und zu dem, was noch auf die Vereine zukommt.

Gab es Überraschungen in dieser Saison?

Aber hallo, so einige. Das Überraschungsteam der Liga ist der FC Erlensee. In der vergangenen Saison wäre das Team ohne den corona-bedingten Abbruch wohl abgestiegen. Diesmal kämpfte es in der Gruppe A lange Zeit um den ersten Platz, beendeten die Vorrunde auf einem sehr guten Rang drei. Auch Neuhof sowie Fernwald und in der Gruppe B Waldgirmes sowie Dietkirchen schafften unerwartet den Sprung in die Aufstiegsrunde. Im negativen Sinn war es eine Überraschung, dass namhafte Teams die Aufstiegsrunde verpasst haben. „Walldorf, Friedberg, Alzenau, Hanau und wir – es hat wohl kaum einer erwartet, dass diese fünf Teams in die Abstiegsrunde müssen“, sagt Baunatals Sportlicher Leiter Matthias Kepper.

Wie viele Absteiger gibt es in dieser Saison?

Eigentlich stand die Antwort darauf schon seit Saisonbeginn fest: Maximal sechs Mannschaften müssen in die Verbandsligen runter, denn der Hessische Fußball-Verband (HFV) will, dass die aufgeblähte Klasse von 22 auf 18 Vereine schrumpft. Für Aufregung sorgte allerdings vor Kurzem die Aussage eines HFV-Mitarbeiters, der gegenüber dem Main Echo sagte: Wenn Vereine aus der Regionalliga in die Hessenliga absteigen würden, könne die Zahl sogar auf acht Absteiger steigen. Das sorgte für Unruhe bei einigen betroffenen Klubs. Kurz darauf ruderte dieser aber zurück: Es wäre eine Fehlinformation seinerseits gewesen, maximal gibt es sechs Absteiger.

Wie ist die Abstiegsrunde einzuschätzen?

„Es ist eine brutale Gruppe und es geht sehr eng zu“, sagt Kepper und fügt hinzu: „Wir sind trotzdem davon überzeugt, dass wir mit der Qualität unseres Kaders die Klasse halten werden.“ Die Baunataler liegen als Siebter in dieser Runde auf dem ersten Abstiegsrang (siehe Tabellen rechts). Allerdings haben sie eine Partie weniger als die meisten Kontrahenten absolviert, der Abstand auf Rang zwei beträgt nur drei Punkte, auf Platz elf aber lediglich vier Zähler. „Keiner wollte in die Abstiegsrunde, weil jeder weiß, dass es ein Hauen und Stechen geben wird“, sagt Kepper. Schließlich müssen von den zwölf Teams ja wohl sechs absteigen.

Was passiert bei einem Saisonabbruch in der Winterpause?

Das wäre für Baunatal fatal: In diesem Fall würden die Tabellen der beiden Vorrunden-Gruppen zusammengefügt. Da mit der Partie Flieden gegen Baunatal ein Spiel noch nicht ausgetragen wurde, müsste der Punktequotient über die Platzierungen entscheiden. Eine Wertungsgrundlage wurde bereits geschaffen, daher gibt es auf jeden Fall Absteiger. Die Baunataler wären eines von sechs Teams, das absteigen müssten. „Daher ist es das Allerwichtigste, dass es weitergeht. Es würde mich aber sehr wundern, wenn die Spielzeit abgebrochen wird. Ich gehe eher davon aus, dass die restliche Saison unter der 2G-Regelung weiter gespielt wird“, sagt Kepper.

Wie bewerten die Vereine den Modus?

Zuletzt gab es vereinzelt Kritik an diesem – gerade von Fuldas Trainer Sedat Gören. Na klar, in der Gruppe A holte Spitzenreiter Barockstadt einen Punkt mehr als Stadtallendorf, in der Aufstiegsrunden-Tabelle steht Fulda aber auf einmal vier Zähler hinter dem Regionalliga-Absteiger. Zur Erinnerung: Nur die Partien gegen die Teams, die nun in derselben Runde spielen, werden aus der Vorrunde mitgenommen. „Ich finde es falsch, sich jetzt über den Modus aufzuregen, denn er war ja von Anfang an bekannt. Natürlich ist es für Vereine schwierig, die viele Punkte verlieren. Am Ende ist aber jeder selbst für sich verantwortlich, wenn er aufsteigen oder die Klasse halten will“, sagt Kepper und fügt hinzu: „Grundsätzlich sorgt der Modus für viel Spannung.“

Wie geht es für die Baunataler in der Hessenliga weiter?

Bevor der KSV in die Abstiegsrunde startet, muss erst noch das Nachholspiel in Flieden absolviert werden. Das ist für den 26. Februar angesetzt. (Manuel Kopp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.