Ein Start nach Maß ins neue Jahr

Baunataler Hessenliga-Fußballer besiegen Fulda 2:0

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Viel Präsenz: Die Baunataler Mittelfeldakteure Felix Schäfer (rechts) und Fatih Üstün (links) behaupten das Leder gegen Fuldas Pierre Mistretta.

Baunatal. „Der Ball sollte schon ins lange Eck“, sagte Nico Schrader und lächelte verschmitzt. Der Angreifer des Fußball-Hessenligisten KSV Baunatal konnte nicht verbergen, dass ihm das Leder in der 24. Minute etwas über den Spann gerutscht war.

Sein Linksschuss wurde so länger und länger – und schlug im linken Tordreieck ein. Mit seinem herrlichen Treffer legte der 28-Jährige den Grundstein zum 2:0 (1:0)-Heimsieg des KSV über Borussia Fulda.

Da der Platz im Parkstadion unbespielbar war, wurde die erste Begegnung nach der Winterpause auf dem Kunstrasenplatz ausgetragen. Und auf dem ungewohnten Untergrund fanden die Gastgeber gut ins Spiel. „Bei uns war die Vorfreude unheimlich groß“, unterstrich Schrader den Ehrgeiz seines Teams.

Seit Anfang Dezember hatten die VW-Städter kein Pflichtspiel mehr bestritten. Jetzt zeigte die KSV-Mannschaft vom Anstoß weg Präsenz. Vor allem Felix Schäfer war im ersten Durchgang an vielen Offensivaktionen beteiligt. In der 14. Minute erkämpfte er sich nach einem missglückten Klärungsversuch selbst den Ball zurück und leitete einen gefährlichen Vorstoß über Manuel Pforr und Tjarde Bandowski ein, der allerdings nichts einbrachte.

Dafür hatte Schrader kurz darauf mehr Glück. Großen Anteil an seinem Tor hatte jedoch Fatih Üstün, der nach beherztem Einsatz den Torschützen bedient hatte. „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt“, lobte Trainer Tobias Nebe seine Mannschaft. Pforr per Heber (32.) und Schrader (33.) nach Flanke von Malte Grashoff verpassten ein mögliches 2:0. Auch Üstün (39.) und Bandowski (43.) hatten noch Einschussmöglichkeiten.

Die Fuldaer hatten ihre einzige Großchance in der 36. Minute: Nach Ecke von Leon Pomnitz köpfte Dominik Rummel über den Kasten.

In der zweiten Hälfte ließ Baunatal spielerisch etwas nach. „Wir haben aber auch wenig zugelassen“, stellte KSV-Kapitän Mario Wolf zufrieden fest. Zusammen mit seinen Nebenleuten Daniel Borgardt, Patrick Krengel und Tom Samson erstickte er viele Vorstöße der Osthessen im Keim. Knapp war es nur bei einem abgefälschten Distanzschuss vom eingewechselten Borussen-Angreifer Daniel Kornagel (80.). Besser machte es auf der Gegenseite Changdae Han. Der Südkoreaner traf mit einem sehenswerten Lupfer über den zu weit vor seinem Kasten stehenden Schlussmann Kenan Mujezinovic (90.) – der zweite Kunstschuss an diesem sonnigen Nachmittag und auch die Entscheidung.

Augenblicke später liefen die KSV-Spieler zu ihren Fans an die Außenlinie und stimmten spontan in die Baunatal-Sprechchöre ein. Die Ausgelassenheit im Lager des Siegers hatte noch einen weiteren guten Grund: Es stand danach ein Mannschaftsabend an – und davor macht sich ein Sieg immer gut.

Da die Baunataler vor derlei Teamaktivitäten schon häufiger erfolgreich waren, soll es schon Überlegungen geben, noch einige Mannschaftsabende anzusetzen. „Ich könnte noch ein paar vertragen“, sagte Coach Nebe.

Von Björn Mahr

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