Fußball-Hessenliga: Zweite Hälfte verschlafen

FSC Lohfelden gibt Führung aus der Hand – 1:4 in Griesheim

Seine Leistung allein reichte nicht aus: Lohfeldens Torschütze Nasuf Zukorlic, hier auf einem Archivbild vom Hessenpokal gegen den KSV Hessen Kassel. Foto: Hedler

Griesheim. In der Fußball-Hessenliga hat der FSC Lohfelden am Samstagnachmittag mit 1:4 (1:0) beim SC Viktoria Griesheim verloren. Die Südhessen setzten sich aufgrund einer starken zweiten Halbzeit unter dem Strich verdient durch.

Vor nicht einmal 100 fröstelnden Zuschauern am Griesheimer Kunstrasen-Platz erwischten die nordhessischen Gäste einen Start nach Maß. Nach einer schönen Kombination über die rechte Seite kam Nasuf Zukorlic aus 15 Metern in zentraler Position zum Abschluss und schlenzte den Ball am chancenlosen Viktoria-Keeper Marcel Czirbus zum 1:0 vorbei ins Netz. Nicht einmal drei Minuten waren zu diesem Zeitpunkt absolviert.

Auch danach deutete zunächst wenig darauf hin, dass mit Lohfelden eins der auswärtsschwächsten Teams der Liga ins Stadion am Hegelsberg gekommen war. Griesheim hatte nach dem frühen Rückschlag und einigen Minuten des Sortierens leichte Feldvorteile, der FSC konterte zumindest im Ansatz gefährlich. Klare Chancen blieben aber Mangelware. Nur Schüsse aus der zweiten Reihe, bei denen aber weder Czirbus noch Lohfeldens Schlussmann Tobias Orth ernsthaft eingreifen mussten, waren als „halbe“ Möglichkeiten zu verzeichnen.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild wesentlich. Griesheim beherrschte zunehmend Ball und Gegner. Und belohnte sich durch einen Doppelschlag, der die Wende brachte: Zunächst flankte Fidan Salii von der Seite auf Yves Böttler, der mustergültig ins Eck köpfte (1:1, 57.). Nur eine Minute später gelang Böttlers Sturmkollege Pascal Stork ein 30-Meter-Hammer in den Torwinkel, bei dem Orth machtlos war (2:1, 58.).

Der FSC fand anschließend nicht mehr richtig in die Begegnung und offensiv kaum statt. Angreifer Serdar Bayrak war bei Griesheims Innenverteidigern Fabian Windeck und Oliver Greindl abgemeldet, während sich Böttler und Stork zunehmend von Lohfeldens zentralen Verteidigern Maurice Fiolka und Dominik Schneider emanzipierten. Die Gäste kamen nach dem Rückstand zu keiner klaren Ausgleichschance mehr. Das 3:1 von Salii, der sich nach einigen unglücklichen ersten Hälfte deutlich steigerte, kam der Entscheidung gleich. Der eingewechselte Ahmet Caglar machte in der Schlussminute mit dem 4:1 den Deckel drauf. „Wir waren in der zweiten Halbzeit so dominant, dass ich von den Jungs beeindruckt bin“, resümierte Griesheims Trainer Peter Seitel.

Ganz ähnlich fiel das Votum von Lohfeldens Trainer Otmar Velte aus: „Anfangs haben wir gut gegengehalten, aber in der zweiten Hälfte hat uns die körperliche Präsenz gefehlt. Wir haben das Spiel auf der Zweikampfebene verloren.“

Von Jens Dörr

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.