Fußball-Hessenligist liegt hinter den Erwartungen zurück

Zwischenbilanz des KSV Baunatal: Talfahrt nach Pokal-Höhepunkt

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Es ist Luft nach oben: Die Baunataler (von links) Manuel Pforr, Maximilian Blahout, Nico Schrader, Daniel Borgardt und Fatih Üstün sind nicht zufrieden mit der bisherigen Saison.

Es ist keine leichte Spielzeit für den KSV Baunatal. Nach 21 Spieltagen steht der KSV auf dem 13. Tabellenplatz und steckt mittendrin im Abstiegskampf. Die Zwischenbilanz.

Zur Erinnerung: Der Fußball-Hessenligist war mit dem Saisonziel oberes Tabellendrittel gestartet. 

„Wir sind hinter unseren Erwartungen zurück“, sagt KSV-Trainer Tobias Nebe, wenn er auf die bisherige Spielzeit blickt. „Gefühlt stand uns von Saisonbeginn das Wasser bis zum Hals und wir haben es nicht so richtig geschafft, uns freizuschwimmen.“

Dabei begann die Saison gleich mit dem Höhepunkt: dem DFB-Pokalspiel gegen den VfL Bochum. Die Baunataler schnupperten an einer Sensation, führten bis zur 70. Minute gegen den Zweitligisten 2:1. Dann mussten sich die Gastgeber aber 2:3 geschlagen geben. „Wir haben ein riesiges Spiel gemacht“, sagt Nebe. „Viele haben gedacht, dass wir in der Hessenliga einfach so weiterspielen werden“, sagt der Coach. Aber es kam anders. „Diese Partie hat uns unglaublich viel Kraft und Energie gekostet – auch mental. Wir sind dann in ein Loch gefallen. Ich hätte nicht gedacht, dass wir es solange nicht schaffen, die Kurve zu kriegen.“

Tobias NebeBaunataler Trainer

Die Baunataler kamen einfach nicht aus dem Tabellenkeller heraus. Das lag auch an einer kuriosen Serie: Zwischen dem sechsten und dem 13. Spieltag folgte auf einen Sieg stets eine Niederlage und umgekehrt. Dem KSV fehlte die Konstanz. „Irgendwann kam dann auch die psychische Komponente hinzu. Wir waren verunsichert und haben Fehler gemacht, die wir sonst nicht machen“, sagt Nebe. In vielen Spielen stimmte die Leistung über weite Strecken, „aber ein Gegentor hat uns dann total umgeworfen“, sagt der Coach, der auch darauf hinweist, dass Verletzungen von Leistungsträgern das Team zurückgeworfen haben.

Über welches Potenzial der KSV verfügt, zeigte er in den Heimspielen gegen die Topteams Eintracht Stadtallendorf und SG Barockstadt. Die Baunataler gewannen gegen den Spitzenreiter 1:0, beim 1:1 gegen Fulda verpassten sie den Erfolg nur knapp. „Es ist ja nicht so, dass wir fußballerisch ständig an die Wand gespielt wurden. Das war ja meist andersherum. Nur wir haben oft die Tore nicht gemacht“, sagt Nebe. Was den Baunatalern fehlte, war häufig der letzte Wille, die Tore erzielen zu wollen. Mit nur 27 Treffern stellt Baunatal den drittschlechtesten Angriff der Liga – für die stark besetzte Offensive des KSV ist das zu wenig.

Die Auftritte in den letzten drei Spielen vor der Winterpause machen den Baunatalern aber Mut. Aus den Partien gegen Bad Vilbel und zweimal gegen Dreieich holte der KSV zwei Siege – und verließ die Abstiegsplätze. „Wir dürfen die Augen nicht verschließen, die Situation ist prekär. Aber ich bin total optimistisch, dass wir da unten wieder rauskommen. Ich habe keine Angst, dass wir absteigen könnten“, sagt Nebe.

Großes Vertrauen in den Kader hat auch Willi Nebe. „Ich bin unglaublich von dieser Mannschaft überzeugt“, sagt der Ressortleiter Sport. So seien in der Winterpause auch keine Neuverpflichtungen geplant. Im Gegenteil. Mit Torben Ludwig und Laurin Unzicker verlassen zwei Akteure den Verein, da der Kader zu groß sei und der KSV keine zweite Mannschaft mehr habe.

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