Ab heute wird es bunt - welche Farbe in Willingen in und welche out ist

Mann mit rosa Helm: Severin Freund ist Publikumsmagnet in Willingen. Foto: dpa

Willingen. Ab heute wird auf höchstem Niveau gesprungen in Nordhessen: Mit der Qualifikation startet der Skisprung-Weltcup in Willingen – drei Tage Faszination, Spitzenleistungen und natürlich auch ein bisschen Party.

Es wird also mal wieder richtig bunt werden im Upland. Manche Farben sind dabei angesagter als andere – ein Überblick.

IN

Rosa: Neben dem Lokalmatadoren Stephan Leyhe ist natürlich Severin Freund derjenige, der mit den meisten Sympathien an der Mühlenkopfschanze rechnen darf. Sollte es nach seinem Sturz vor knapp einer Woche in Innsbruck noch leichte Zweifel gegeben haben, ob der 27-Jährige tatsächlich ins Upland kommt, so sind die seit gestern ausgeräumt. Freund meldete sich bei Facebook und erklärte: „Willingen, wir kommen.“

Nach seinen überzeugenden Leistungen und Rang zwei bei der Vierschanzentournee lockt Freund sicher noch mal ein paar mehr Zuschauer nach Willingen. Mit insgesamt bis zu 40 000 Menschen wird an den drei Tagen gerechnet, der Vorverkauf läuft besser als in den vergangenen Jahren. Sie werden vor allem Ausschau halten nach einem rosa Helm, mit dem Freund Werbung macht für eine Süßwarenfabrik. Skispringen und Süßes passt eben doch.

Grün: Wer sich in Willingen wie ein Sieger fühlen will, der sollte womöglich eine grüne Jacke tragen. Hintergrund: Sowohl die Slowenen mit ihrem großen Favoriten Peter Prevc als auch die Mitglieder der deutschen Mannschaft tragen grüne Anoraks, wenn sie nicht gerade springen. Verwechselungsgefahr inklusive. Was die Lage für Paparazzi erschwert: Severin Freund und Peter Prevc wohnen auch im selben Hotel.

Weiß: Die Mühlenkopfschanze präsentiert sich winterlich: Schnee vom Himmel, Schnee aus den Kanonen, Schnee per Lastwagen aus einer Skihalle vor den Toren Hamburgs und Schnee vom Biathlon-Event auf Schalke, der entgegen anderslautender Vermutungen nicht königsblau, sondern auch weiß ist. Außerdem kam Crushed-Eis aus der Fischindustrie in Bremerhaven. Das ist Einsatz, den vielen freiwilligen Helfern, den Free Willis, sei Dank.

OUT 

Rot-Weiß-Rot: Mit dem Hubschrauber wurde der Österreicher schon öfters nach Willingen eingeflogen, doch dieses Jahr landet Gregor Schlierenzauer noch nicht einmal mit einem normalen Flugzeug in Paderborn. Der 26-jährige Weltcup-Rekordsieger zieht die Reißleine und nimmt „auf unbestimmte Zeit“ eine Auszeit. „Ich muss gestehen, dass der Rucksack, den ich mit mir herumschleppe, einfach zu schwer geworden ist“, schrieb der einstige Vorzeigeadler in Rot und Weiß in seinem Blog. Von einem Rücktritt ist aber noch nicht die Rede. Ganz nebenbei: Die meisten Athleten kommen direkt aus Bischofshofen nach Willingen – 723 Kilometer mit dem Auto.

Farblos: Das Springerlager unten im Auslauf der Mühlenkopfschanze feierte 2015 sein Debüt. Was bei den Zuschauern gut ankam, gefiel den Sportlern so gar nicht: Wie im Zoo kamen sie sich vor, ständig unter Beobachtung und keine Zeit für die Konzentrationsphase, die ein Springer doch so nötig hat. Außerdem verloren die Adler viel Zeit, weil sie erst mit der Standseilbahn oder per Auto hoch an den Turm gebracht werden mussten. Deswegen folgt der Premiere auch keine Fortsetzung. Die Sportler dürfen wieder zurück, hoch zur Schanze, dort wo sie in Ruhe Volleyballspielen, sich Warmmachen und vor allen Dingen ganz in Ruhe vorbereiten können.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.