Slalom in Bormio

Höfl-Riesch patzt - Wirth überrascht

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Maria Höfl-Riesch (Archivfoto).

Bormio - Maria Höfl-Riesch hat einen unglücklichen Start ins Olympia-Jahr erwischt. Dafür hat eine andere Deutsche mit ihrer besten Weltcup-Platzierung überrascht.

Maria Höfl-Riesch hüpfte wie ein Frosch über die „Stelvio“-Piste, doch was sie auch versuchte, es war vergebens. Der zweite Duchgang beim Weltcup-Slalom in Bormio, dem ersten Rennen im Olympia-Jahr, war für sie erst wenige Sekunden alt - und doch schon beendet. Der technisch schwierige Starthang wurde der früheren Weltmeisterin und Olympiasiegerin in dieser Disziplin bereits an der achten Richtungsstange zum Verhängnis. Während Barbara Wirth nach Platz neun Freudentränen über ihr Olympia-Ticket vergoss, zog Höfl-Riesch enttäuscht und zerknirscht von dannen.

„Es war extrem schwer zu fahren, ich bin nicht gut klargekommen da oben, habe keinen Rhythmus gefunden“, sagte Höfl-Riesch im Gehen über ihren Fahrfehler. Zu retten sei danach nichts mehr gewesen. „Es ging brutal um die Kurve, ich habe die Spur nicht getroffen, dann hatte ich keine Chance mehr, in das Tor reinzukommen.“

Geschlagen musste sie dabei zusehen, wie sich Weltmeisterin Mikaela Shiffrin aus den USA ihren sechsten Weltcup-Sieg holte, den zweiten in diesem Winter. Platz zwei sicherte sich Maria Pietilä-Holmner aus Schweden vor der Französin Nastasia Noens. Höfl-Rieschs Schwester Susanne kam auf Rang 25. Christina Geiger aus Oberstdorf (Neunte nach dem ersten Lauf) und Lena Dürr (Germering) schieden ebenfalls im Finale aus.

„Von der Mannschaftsleistung her ist das nicht zu akzeptieren. So viel Selbstkritik müssen wir schon haben zu sagen: Das war nicht gut genug, was wir da geleistet haben“, sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier. Nur Wirths Auftritt ließ ihn lächeln: „Das ist super, eine wirklich gute Leistung.“

Für Höfl-Riesch bedeutete die dritte Nullrunde im 16. Saison-Rennen einen Rückschlag im Kampf um den Gesamtweltcup. Dort liegt die 29 Jahre alte Partenkirchnerin zwei Punkte vor der Speed-Spezialistin Tina Weirather aus Liechtenstein. Dabei hatte sie den widrigen Bedingungen mit Dauer-Regen im ersten Lauf noch getrotzt: Als Fünfte des Zwischenklassements durfte sie auf ihre fünfte „Stockerl“-Fahrt in diesem Winter hoffen. Doch schon da klagte sie über die Bedingungen. „Es ist wirklich grausig, alles klamm und feucht, die Stangen spritzen, spätestens ab dem fünften Tor sieht man fast nichts mehr.“ Außerdem habe ihr „ein bisschen der letzte Zunder gefehlt“. Im zweiten Lauf war dann gar nichts mehr übrig.

Die 24 Jahre alte Wirth dagegen fuhr im Finale mit drittbester Laufzeit noch von Platz 22 nach vorne. „Das ist Wahnsinn, ich bin total happy und weiß gar nicht, was ich sagen soll. Olympia ist ein Traum von jedem...“, sagte sie. Nach Platz zwölf im ersten Slalom der Saison in Levi/Finnland reichte ihr die zweite Fahrt unter die Top 15 zur Qualifikation für die Spiele. Die Heimfahrt, meinte sie, falle dadurch „a bissl leichter“. Maria Höfl-Riesch dagegen ärgerte sich wohl noch im Auto.

sid

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Julia Mancuso (USA) © AFP
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Julia Mancuso ( USA, links mit ihrer Nichte) © AFP
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Julia Mancuso (USA) © AFP
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